Um erfolgreich durchzustarten, musst Du Dir über Deine persönlichen Ziele und Prioritäten bewusst werden.

In anderen Artikeln haben wir uns bereits mit der eigenen Vision, dem Ändern von Gewohnheiten und mit Selbstmotivation beschäftigt. Dabei fällt immer wieder auf, dass es wichtig ist, seine eigene Motivation zu kennen, um den Unterschied zu machen und langfristig durchzustarten.

Der erste Schritt ist, die eigenen Prioritäten finden und danach Ziele daraus abzuleiten.

Außerdem gibt es Ziele, die von außen getriggert werden. Dieser Kontrollverlust durchzieht das Leben der meisten Menschen wie ein rotes Tuch.

Erfolgreiche Menschen schaffen es, die Kontrolle zu erlangen und sich nicht von außen herangetragenen Prioritäten bestimmen zu lassen.


 

Ziele erreichen ist verdammt schwer

Wir haben alle Träume und Wünsche oder sind mit irgendwas unzufrieden und Du gehörst dazu, sonst wärst Du nicht hier. Damit meine ich nicht, mal einen schlechten Tag zu haben, sondern ein dauerhafter Mangel, den man immer wieder spürt.

Wer sich selbstständig machen will, dem fehlt vielleicht das Gefühl der persönlichen Verbundenheit mit der Sache, an der er arbeitet. Nur das Geld als Triebfeder ist zu schwach, um dauerhaft bei der Arbeit motiviert zu sein. Und wenn die Kohle noch nicht mal stimmt, sieht es ziemlich beschissen aus…

Gesunde Ernährung steht bei vielen auf dem Plan und einen trainierten Körper wollen genauso viele haben, weil es der eigenen Wunschvorstellung entspricht.

Warum schafft es dann aber nur eine kleine Elite, ihre Träume zu erfüllen?

Intrinsische Motivation und Prioritäten als Treibstoff für die eigenen Ziele

Es gibt nur eine Qualität, die man besitzen muss, um zu gewinnen und das ist die Endgültigkeit eines Ziels, das Wissen, was man haben möchte und ein brennendes Verlangen danach, es besitzen zu wollen.

(Napoleon Hill)

Bill Gates ist nicht reich geworden, weil er nur ans Geld gedacht hat.

Er ist reich geworden, weil er Bock drauf hatte seine technischen Visionen umzusetzen.

Keiner der heutigen Star-Unternehmer war auf das schnelle Geld aus, sondern alle haben aus ihrer selbst gesetzten Aufgabe, ihre Motivation und Energie gezogen.

Eine ehemalige Segel-Weltmeisterin erzählte mir, dass sie es nicht erwarten kann aufs Wasser zu gehen. Die Wettbewerbe sind ganz einfach eine durch Sponsoren bezahlte Möglichkeit noch mehr zu segeln.

Okay.. Ehrgeiz, Status und Wettbewerb werden bei anderen Sportlern auch eine Rolle spielen, aber bei allen spielt die große intrinsische Triebfeder die Hauptrolle (mal ausgenommen von solchen, die von ihren Eltern als Kinder und Jugendliche zu Höchstleistungen gezwungen wurden)

Deshalb ist es auch so wichtig, sich bei unternehmerischen Projekten etwas zu suchen, bei dem die Idee einen von innen heraus reizt.

Wenn ich mich nicht für Unternehmertum, Selbstbestimmung und Selbstoptimierung interessieren würde und ich außerdem nicht gerne schreiben würde, hätte ich mir sicher etwas anderes als ein content-getriebenes Projekt über genau diese Themen gesucht!

Warum scheitert man mit so vielen Zielen?

Nehmen wir das Beispiel mit dem trainierten Körper. Jeder will einen haben! Aber was, falls Du überhaupt keine Lust hat Joggen zu gehen?

Ein paar Mal machst Du es und dann ist schon wieder Schluss. Das Ziel ist klar, aber die Priorität Laufen zu gehen, ist im intrinsischen Prioritätensystem weit abgeschlagen.

Beim Beispiel Sport hast Du natürlich die Möglichkeit, eine Fülle an unterschiedlichen Sportarten auszuprobieren und was Passenderes zu finden.

Was aber, wenn Du keinen passenden Sport findest oder generell ein Sportmuffel bist?

Es gibt Möglichkeiten, trotzdem weiterzukommen und das ist die eigentliche Kunst. Das Ziel ist nicht direkt zum Scheitern verurteilt. Wie das geht? Das zeige ich weiter unten.

Zieh Dir Julians Artikel über Selbstmotivation rein für zusätzliche Insights.

Extrinsische Motivation und Prioritäten

Extrinsische Motivation wird von außen an einen ran getragen. Sie erfüllen einen Zweck, z.B. Geld verdienen, um am Wochenende die intrinsischen Prioritäten auszuleben.

Wer sein eigenes Unternehmen aufbaut und ein Projekt hat, das wirklich Spaß macht, hat trotzdem keine Lust auf die Steuererklärung.

Weil das Finanzamt einem aber sonst auf die Finger klopft, macht man es dann doch irgendwann.

Extrinsische Prioritäten kommen überdurchschnittlich oft im Angestelltenjob zum Vorschein.

Du kennst es sicher. Du machst eine Aufgabe, weil Du sie vom Chef bekommen hast und nicht, weil Du sie so toll findest.

Ganz ohne extrinsische Motivation geht es nicht, aber die oben erwähnte kleine Elite hat es geschafft, dass sie die meisten Aufgaben intrinsisch motiviert angeht und somit die eigenen Ziele erreicht.

Wenn ein Großteil Deines Tages aus extrinsischen Prioritäten besteht, bist Du demotiviert und unzufrieden.

Zeit, das zu ändern!

Der Einfluss der gesellschaftlichen Prioritäten

Bei gesellschaftlichen Prioritäten geht es darum, eine Erwartung zu erfüllen.

Mit „Gesellschaft“ kann die gesamte Gesellschaft, die Familie, das Arbeitsumfeld und anderes gemeint sein.

Wenn Du denkst, Du solltest in einem Konzern anfangen, um einen sicheren Job zu haben, die Motivation dafür aber nicht von innen kommt, ist das eine gesellschaftliche Priorität. Eine, die oft durch Familie oder Freunde entsteht.

Nicht alle gesellschaftlichen Prioritäten sind schlecht.

Es ist aber wichtig, diese zu beobachten. Wenn Du merkst, dass eine gesellschaftliche Priorität deinen intrinsischen Prioritäten im Weg steht, ist es besser, diese Prioritäten links liegen zu lassen oder zumindest einzudämmen.

So findest Du die eigenen Prioritäten

Welche Dinge sind es nun, die Dich intrinsisch antreiben? Die folgenden Fragen können Dir helfen, das rauszufinden!

  • Was machst Du gerne und womit kannst Du dich lange beschäftigen, sodass die Zeit wie im Flug vergeht?
  • Über welche Themen redest Du gerne und worüber informierst Du Dich freiwillig, ohne es für Job oder Weiterbildung machen zu müssen?
  • Was für einen Mangel hast Du? Wer ständig jeden Euro umdrehen muss und aus kleinen Verhältnissen kommt ist vielleicht getrieben davon Wohlstand aufzubauen. Willst Du körperliche Bedürfnisse erfüllen und Dich fit und durchtrainiert fühlen? Bei anderen sind es andere Dinge. Welche Sehnsüchte hast Du?

Schreibe alles auf, was Dir einfällt. Lese Dir außerdem meinen Artikel zur Lebensvision durch, dort findest Du ein paar Ansätze, um das „big picture“ zu finden.

In vielen Büchern und Blogs wird es nicht erwähnt, aber trotzdem ist es eine zusätzliche wichtige Frage: Wie oft wechselst Du Deine Prioritäten?

Bleibst Du sehr lange bei ein oder zwei speziellen Sachen? Wechseln sich häufig Deine Interessen und Bedürfnisse? Kommen diese nach einiger Zeit zurück?

Ich habe bei mir festgestellt, dass ich für einige Monate begeistert von einer Sache sein kann und dann bereit bin, überdurchschnittlich hart dafür zu arbeiten oder mich damit zu beschäftigen.

Danach wird das Interesse plötzlich geringer, aber kann nach einiger Zeit auch wieder stärker werden. Diese Wechsel sind manchmal radikal.

Ich weiß von anderen, dass dieses auf und ab nicht Monate umfasst, sondern noch schneller ist.

Wieder andere bleiben jahrelang von einer bestimmten Sache begeistert.

Wie ist das bei Dir? Das ist wichtig zu erkennen. Denn daran kannst Du Deinen Lifestyle und Deine Ziele ausrichten.

Nehmen wir wieder das Beispiel der unternehmerischen Projekte vom Anfang,

Ich würde mir kein Projekt suchen, in dem ich lange Zeit an einer hochspezialisierten Aufgabe arbeite, sondern achte drauf, dass es generalistisch ist.

Dadurch bietet es immer Abwechslungen und ich bleibe motiviert. Und genau so richte ich meine Ziele aus, abwechslungsreich und über keine zu langen Zeiträume.

Schreibe Dir Deine Ziele auf! Ein guter Tipp ist, ein Vision Board zu erstellen und einen Teil für Deine Ziele frei zu lassen.

Und so erreichst Du Deine Ziele!

  • Suche Dir Ziele, die zu Deinen Prioritäten passen. Das ist die einfachste Möglichkeit, motiviert zu bleiben und das Ziel wirklich zu erreichen! Wenn immer möglich, suche Dir als erstes Ziele, die bereits Deinen Prioritäten und damit Deiner Selbstmotivation entsprechen.
  • Passe Deine Prioritäten Deinen Zielen an. Das ist schwierig und es wird nicht immer klappen. Es ist ähnlich wie beim Gewohnheiten ändern ein schwieriger Prozess. Artikel, die Dir vorgaukeln, dass es einfach ist, kannst Du gleich wieder liegen lassen, weil das nicht der Realität entspricht. Angenommen, Du hast finanzielle Unabhängigkeit als eine Vision. Du hast sogar ein wenig Geld übrig, das Du anlegen kannst und hast sicher noch Spielraum zum Sparen, wenn Du besser mit Deinem Geld umgehst (kenne ich irgendwoher 🙂 ).
    Aber mit Finanzen, Anlage- und Investmentmöglichkeiten sich intensiv zu beschäftigen? Da kräuseln sich bei Dir die Fußnägel! Werde Dir im Klaren, dass dieses Ziel direkt auf Deine Vision einzahlt und Dich ihr näher bringt. Schreibe Dir Gründe auf, warum Finanzen genau Dein Thema sind, mit dem Du Dich eine zeitlang beschäftigen solltest. Schreibe explizit Deine Erfolge auf und belohne Dich, wenn Du Zwischenziele erreichst. Langsam kann man ein Ziel auf der intrinsischen Messlatte nach oben schieben. Es wird nie Deine Nummer 1 Beschäftigung werden, aber Du erkennst den Sinn dahinter und das steigert Dein persönliches Interesse.
  • Du willst dauerhaft ein Ziel wie regelmäßig Sport treiben verfolgen? Versuche daraus eine Gewohnheit zu machen. Wie schon erwähnt, ist das verdammt schwer. Mehr Insights findest Du hier über Gewohnheiten und wie man sie ändert.
  • Zuletzt noch ein Tipp, der mir und Julian bei PRENEUR.DE sehr hilft: Accountability! Dabei geht es darum, gegenseitig Verantwortung zu übernehmen und sich gegenseitig zu challengen und zu pushen. Mehr dazu in unserem Artikel über Accountability.

Ziele aufschreiben: Die gute alte SMART-Methode

Ein Ziel ist ein Traum mit einer Deadline

(Napoleon Hill)

Aufschreiben ist King!

Alles, was man sich notiert, macht man auch mit höher Wahrscheinlichkeit.

Eine Methode aus dem Projektmanagement hilft dabei, spezifische Ziele zu formulieren.

Manche halten sie für etwas veraltet, aber sie ist einfach und bewährt. Die S.M.A.R.T. Methode.

Und die geht so:

S- Spezifisch

Sei spezifisch bei Deinen Zielen. Anstatt zu schreiben, „die nächsten 3 Monate regelmäßig an PRENEUR.DE arbeiten“, kann ich es besser formulieren: „20 Artikel mit durchschnittlich mindestens 1000 Wörtern für PRENEUR.DE schreiben und veröffentlichen bis Ende Dezember“.

M – Messbar

Ein Ziel sollte messbar sein. Dabei kann es um Geld, Zeiten, Umfang oder was anderes gehen.

A – Akzeptiert

Achte darauf, dass Du Dir keine Ziele setzt, die nicht akzeptiert werden. Angenommen, Du willst in Deinem Job ortsunabhängig arbeiten. Bei Dir in der Firma herrscht aber eine Präsenzkultur. Jetzt bringt es nichts, sich vorzunehmen, das nächste halbe Jahr in genau dem Job von Bali aus zu arbeiten. Das Durchsetzen von flexiblen Arbeitszeiten ist schon eher möglich.

R – Realistisch

Bei diesem Punkt verhält es sich ähnlich wie beim vorherigen. Lasse Dir genug Zeit und teile ein großes Ziel eher in ein kleine auf, damit es überschaubar und realistisch bleibt.

T – Terminierbar

Setze Dir eine Deadline. Dadurch bleibst Du motivierter, weil Du das Ziel abhaken kannst und es in Schussweite liegt.

Muss man immer alle Bedingungen erfüllen oder überhaupt diese Methode nutzen?

Natürlich nicht!

Alle Ideen, die ich beschrieben habe, sind genau das – nur Ideen.

Probiere aus, was für Dich klappt und was nicht. Das muss jeder für sich selbst rausfinden. Immer wieder aufstehen und es erneut probieren, das ist der Schlüssel zum Erfolg.

 

 

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