Spinnen wir jetzt komplett? Was ist das denn für ein demotivierender Titel? Natürlich wollen wir, dass Du Deine Ziele erreichst. Fakt ist aber auch, dass über 80 % aller Menschen ihre selbstgesteckten Ziele nicht erreichen. Warum ist das so? Eine Havard-Psychologin will den Grund gefunden haben und aus meiner eigenen Erfahrung steckt in dieser Begründung viel Wahres dran: Die Ziele sind zu hoch gesteckt!


 

Moment mal: Predigen wir nicht ganz oft, dass man sich richtig große Ziele stecken soll? Was ist mit unseren ganzen Sprüchen wie „Aim For The Stars, If You Fail, You’ll Land On The Moon.“ und so weiter?

Widersprechen wir uns jetzt in unseren eigenen Artikeln? Jein! Denn es ist schon wichtig große Ziele im Leben zu haben und sich diese auch ständig und dauerhaft zu visualisieren.

Doch dabei besteht auch eine ganz große Gefahr: Dadurch, dass das Ziel so groß ist, wirkt es für Dich in deiner aktuellen Situation schon wieder zu unrealistisch und unbezwingbar, dass Dich das Ziel eher lähmt als beflügelt.

Du willst 20 Kilo abnehmen? Hast aber bis jetzt es noch nie geschafft mal 3kg runter zu bekommen? Du willst in 6 Monaten einen 40km Marathon laufen? Bist aber bis dato noch nie mehr als 2km am Stück gejoggt? Du willst in 3 Jahren im Monat 20.000 € mit einem eigenen Projekt verdienen? Hast aber bis heute noch kein Projekt gehabt mit dem Du auch nur 50€ im Monat verdient hast?

Zwischen aktueller Realität und dem gewünschten Ziel liegt so eine große Distanz, dass Du an Dein eigenes Ziel schnell nicht mehr glaubst. Du verlierst den Glauben daran, dass das Ziel überhaupt für Dich erreichbar ist. Die Motivation sinkt nach kürzester Zeit und Du verlierst das Ziel aus den Augen. Schwupps hast Du mal wieder ein großes Ziel von Dir nicht erreicht.

Liebe den Weg, nicht nur das Ziel

Die Havard-Psychologin Amy Cuddy ist Verhaltensexpertin und hat das Thema Zielerreichung genauer analysiert.

Dabei hat sie herausgefunden, dass kleinere realistischere Ziele glücklicher und erfolgreicher machen. Ein großes Ziel besteht meist aus tausenden einzelnen Zwischenaufgaben und jede Aufgabe birgt das Risiko zu scheitern.

Man hat das Gefühl dem großen Endziel nicht näher zu kommen und schnell ist die komplette Motivation weg.

Habe also nicht immer das finale Endziel vor Auge und vergleich das Geschaffte mit diesem Endziel. Nimm Dir vielmehr einfach immer nur das nächste Etappenziel vor und lasse das große Ziel mal außen vor.

Du willst einen Marathon laufen? Ja super, aber nimm Dir doch mal nur das 2km Training heute vor. Die Erreichung dieses Ziels ist doch viel einfacher. Wenn Du das geschafft hast, dann wirst Du motiviert sein, weil Du ein Ziel erreicht hast. Aus dieser Motivation wirst Du die Energie für Dein nächstes Ziel ziehen, den 3km Lauf am nächsten Tag zu schaffen.

Daraus resultiert eine Motivationskette und Du baust Dir Dein eigenes Momentum auf. Was passiert dabei? Genau Du fängst an den Weg zu lieben und nicht nur das Ziel. Und das ist für die Zielerreichung mit das wichtigste. Wenn Du anfängst den Weg zu lieben, dann ist das Ziel nur ein unumgängliches Ergebnis des Ganzen.

Genauso ist es beim Abnehmen. Du willst 20 oder 30 kg abnehmen? Aber jede Diät ist bis jetzt kläglich gescheitert? Dann nimm Dir kleine Ziele vor und hangel Dich von Ziel zu Ziel. Versuche einfach mal nur eine Woche auf Süßigkeiten zu verzichten. Wenn Du dieses Ziel erreicht hast wirst Du Dich gut fühlen, weil Du dieses Ziel erreicht hast und nicht demotiviert, weil Du ja gerade mal nur 200g abgenommen hast und der Weg zu 30kg noch so unendlich weit ist.

Aus dieser Kraft gehst Du die nächste Woche an. Und dann die Übernächste. Diese ganzen Zwischenziele summieren sich auf und auf einmal wachst Du auf und merkst erst, dass Du gerade Dein großes Ziel erreicht hast, welches doch so unendlich weit weg und unrealistisch schien.

Genauso ist es bei uns und diesem Blog. Zum einen lieben wir den Weg. D.h. wir beschäftigen uns gerne mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung und sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Etwas eigenes im Leben zu machen und selbstbestimmt Leben zu können.

Diese Erfahrungen lieben wir auch mit anderen zu teilen, die die gleichen Träume und Ziele haben, denen wir durch unser angeeignetes Wissen und unsere Erfahrung schon eine Hilfe sein können.

Der Traum ist es, Preneur zu einem der größten Blogs zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und Selbstbestimmung aufzubauen. Aber der Weg dorthin ist verdammt lang. Man schreibt nicht mal eben 5 Artikel und hat hunderttausende Besucher im Monat. Einen Blog erfolgreich aufzubauen braucht vor allem eines: Zeit. Wenn man sich diese Zeit nicht gibt, dann wird die lange Durststrecke ohne größere Erfolgserlebnisse zur Zerreißprobe.

Also gucken Eric und ich nicht nur auf das finale Ziel, einen gut besuchten Blog aufzubauen, sondern erschaffen uns Zwischenziele. Jede Woche einen tollen Artikel zu schreiben, der für uns selbst authentisch ist. Ohne Verschönigungen und irgendwelchen Marketingversprechungen. Zwar oft reißerisch formuliert, aber immer ehrlich.

Das lässt uns trotz unserer verdammt wenigen Zeit (Vollzeitjob, weitere Projekte, Familie und Kinder) trotzdem weiter an diesem Projekt arbeiten. Wir haben nicht die ganze Zeit das große Endziel vor Augen (wobei wir es uns trotzdem visualisieren), sondern hangeln uns von kleinen Zwischenzielen zu Zwischenzielen.

Jetzt zu Dir! Welches große Ziel hast Du? Und wie kannst Du es auf viele kleine Ziele runterbrechen? Mach Dir einen Plan und arbeite von Zwischenziel zu Zwischenziel! Diese Art und Weise der Zielerreichung lässt Dich erst einmal starten, denn Ziele werden nicht nur nicht erreicht, weil man zwischendrin aufgibt, sondern sich gar nicht erst traut das Ziel zu erreichen und nicht anfängt.

Also such Dir ein kleines erstes Ziel. Du willst ein eigenes Online-Business aufbauen? Dann registriere doch im ersten Step einfach mal eine Domain. Dein zweites Ziel könnte sein ein ein CMS wie z.B. WordPress zu installieren. In Step 3 legst Du Deine erste Seite an. So hangelst Du Dich von Ziel zu Ziel.

Jedes Ziel macht Dich selbstbewusster. Du träumst auf einmal nicht nur, sondern Du machst! Und Du merkst, dass Du Ziele erreichst! Du kommst in einen Flow und liebst den Weg, nicht das Ziel! Und nach einiger Zeit (Wochen, Monaten und oft auch erst nach Jahren) wachst Du auf und merkst, dass Du das Ziel erreicht hast. Fang an!

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