Für den Großteil von uns sieht die Situation in der wir stecken doch genau gleich aus. Wir träumen von persönlicher Unabhängigkeit und der Möglichkeit selbstbestimmt leben zu können. Diesen Traum wollen wir in Form eines eigenen Businesses erreichen.

Doch dabei haben wir meist ein Problem: Zeit. Wir stecken entweder derzeit in einem Studium oder im Berufsleben fest und sind zeitlich bereits sehr ausgelastet.

Den Job einfach kündigen und Vollzeit am eigenen Business arbeiten ist dabei nicht möglich, da wir auf das Geld angewiesen sind. Vielleicht sogar schon durch Frau (oder Mann) und Kind familiäre Verpflichtungen und Verantwortung besitzen.

Wie sollen wir so unseren Traum von persönlicher Unabhängigkeit und einem eigenen profitablen Business verwirklichen? Ist es überhaupt möglich?

Die Antwort lautet: Natürlich, aber Du musst dafür bereit sein Opfer zu bringen. Keiner hat gesagt, dass es leicht ist sich diesen Traum zu verwirklichen.

Ich hoffe nicht, dass Du Tim Ferris gelesen hast und nun denkst mit vier Stunden Arbeit in zwei, drei Monaten ein großes automatisiertes Business aufbauen zu können. Denn für diesen Status Quo musst Du erstmal bereit sein für eine lange Zeit sehr viel Arbeit und Schweiß zu investieren.

Du musst bereit sein neben Job oder Studium Zeit frei zu schaufeln um in dieser Zeit an Deinem Business zu arbeiten. Zeit, die Du bis dato vielleicht mit Freunden verbracht hast, Die Du geschlafen hast, die Du zum zocken oder surfen genutzt hast.

Natürlich kannst Du auch mit einer ganz kleinen Anzahl an Stunden anfangen, aber sei Dir bewusst, dass es dann auch länger dauert bis Du deinen Traum verwirklichen und von Deinem Business wirklich leben kannst.

Ich würde empfehlen jeden Tag mindestens eine Stunde für Dein Business freizuschaufeln. Mit 7 Stunden die Woche kann man schon viel erreichen. Je nachdem wie produktiv Du in diesen sieben Stunden arbeitest (dazu später mehr).

Du musst bereit sein Freiheiten und Freizeit zu opfern. Nicht für eine Woche oder einen Monat, sondern für viele Monate bis Jahre. Aber wenn Du dazu bereit bist und es auch schaffst die nötige Willenskraft, Disziplin und Ausdauer aufzubringen, Tag für Tag an diesem Ziel zu arbeiten, dann wirst Du es auch schaffen.

Dabei will ich gar nicht diese „Opferbereitschaft“ in den Fokus stellen, denn es ist ja eine Aufgabe, die Dir Spaß macht und für die Du brennst. Ein Lebensziel von Dir, welches Du unbedingt erreichen möchtest. Denn wenn das nicht der Fall ist, dann wirst Du dieses Ziel sowieso nicht erreichen und relativ schnell aufgeben.

Selbstmanagement ist das A und O

Trotz der Begeisterung wird es bei jedem Projekt Aufgaben geben, die man nicht mag und es wird Zeiten geben, in denen es schwer fällt weiter zu machen.

Ein perfektes Selbstmanagement ist deshalb überlebenswichtig.

Erstelle Dir einen festen Wochenplan

Menschen lieben Routinen. Denn Routinen kosten wesentlich weniger Energie. Wenn Du genau weißt, was Du jeden Tag isst, dann musst Du nicht unnötig Zeit und Energie reinstecken zu entscheiden, was Du kochen willst. Auch der Supermarkt-Einkauf dauert nur halb so lange.

Am einfachsten ist es, wenn Du Dir eine feste Arbeitszeit Tag für Tag für Dein Projekt festlegst. Wenn Du genau weißt zu welchen Zeiten Du an Deinem Projekt arbeitest, dann fällt es Dir wesentlich einfacher in diesem Zeitraum produktiv zu arbeiten.

Ich bin jobtechnisch montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr eingespannt. Abends verbringe ich die Zeit mit meiner Familie, Sport oder investiere die Zeit in meine persönliche Weiterbildung.

So bleibt mir persönlich nur der frühe Morgen, um an meinen Projekten zu arbeiten. Dies birgt viele Vorteile. Da man abends bereits den ganzen Tag hinter sich hat, viel Stress auf der Arbeit hatte und der körperliche Akku schon im Sparmodus angekommen ist, bleibt nicht mehr viel Energie, um voller Tatendrang an seinen Projekten zu arbeiten.

Morgens hingegen hat man noch sein volles Energielevel. Wieso also nicht genau zu dieser Tageszeit an den wichtigen Dingen im Leben arbeiten? Deinem eigenen Business.

Ich habe mir es also zur Gewohnheit gemacht früh aufzustehen. Das war lange Zeit für mich unvorstellbar. Früher im Studium bin ich in der Regel um 3 oder 4 Uhr nachts ins Bett gegangen.

Heute stehe ich um 5.15 Uhr auf. (Fast) Jeden Tag. Auch am Wochenende. Es ist einfach eine Sache des Trainings. Jeder kann früh aufstehen, wenn er nur will. Natürlich erlaube ich mir auch Ausnahmen. Z.B. an Tagen nach einem Treffen mit Freunden, welches länger ging oder dem SuperBowl am nächsten Wochenende :-). Denn genügend Schlaf ist wichtig, damit Du nicht irgendwann Deinen Akku so geschädigt hast, dass er sich gar nicht mehr richtig auflädt.

Nach meiner Morgenroutine starte ich um 6.00 mit meinem Business. So kann ich bis 7.30 Uhr jeden Tag 1,5 Stunden an meinen Projekten arbeiten und habe noch vor der Arbeit 30 Minuten mit meinem Sohn, der dann gerade aufwacht. An den Wochenenden kann ich Samstag und Sonntag sogar noch länger machen bis meine Frau und unser Kleiner aufwachen und wir dann das Wochenende zusammen sogar noch viel Zeit miteinander verbringen können.

Insgesamt komme ich so auf 15 volle Stunden, die ich pro Woche in meine Projekte investieren kann. Und in den 15 Stunden lässt sich wirklich viel umsetzen, wenn Du die Zeit auch wirklich zum Arbeiten benutzt.

Arbeite mit 100%igem Fokus

Weißt Du eigentlich, wieviel Zeit bei einem normalen 40 Stunden Angestelltenjob produktiv gearbeitet wird? Meetings, Gespräche mit Arbeitskollegen, Mittagspause, Emails, Telefonate, der Chef braucht kurzfristig eine Auswertung und weitere unterschiedliche Aufgaben parallel, führen alle dazu nicht wirklich produktiv zu arbeiten.

Wieso? All diese Sachen reißen Dich aus dem fokussierten Arbeiten. Deinem Flow-Zustand, in dem Du richtig produktiv arbeitest. Das ist die Zeit, wo man mit Abstand die meisten Fortschritte erzielt.

Wenn man den Joballtag um diese ganzen Dinge mal bereinigen würde, dann käme man auch nicht auf viel mehr als die erwähnten 15 Stunden.

Deswegen ist es so wichtig, dass man die Stunden die man in sein eigenes Business investieren möchte, so produktiv und effizient nutzt wie nur möglich.

Eliminiere also während Deiner Business-Zeit alle Ablenkungen, die Du kennst: Handyverbot, E-Mail Verbot, Surfverbot auf Facebook & Co.

Auch hier zeigt sich wieder der Vorteil des frühmorgendlichen Arbeitens: Die meisten anderen Leute schlafen noch. Keine ablenkenden Anrufe, WhatsApps und Emails von Familie und Freunden. Morgens ist zudem das Verlangen geringer, nicht doch mal eben auf Facebook zu gucken, was den ganzen Tag über passiert ist. Somit ist die Gefahr viel geringer plötzlich festzustellen, dass Du die letzten 1,5 Stunden Business.Zeit auf Facebook verbracht hast.

Arbeite nach Pareto

Wenn Du nebenberuflich schnellstmöglich vorwärts kommen möchtest, dann ist das Arbeiten nach dem Pareto-Prinzip unerlässlich. Pareto hat herausgefunden, dass 20 Prozent Impact für 80 Prozent des Outputs verantwortlich sind. Diese Verteilung kann man in den unterschiedlichsten Situationen messen. 20 % Deiner Arbeit sorgen für 80% des Erfolgs. 20% Deiner Kunden sorgen für 80% Deines Umsatzes. 20% Deiner Kunden produzieren 80% aller Serviceanfragen. Und andersherum ausgedrückt: 80% deines Aufwands bringen Dir nur 20% des Ergebnisses.

Also finde die 20% an Arbeit, die Dir bereits 80% des Ergebnisses bringen! Und verfalle dann nicht in Perfektion, um die letzten 20% des Ergebnisses mit weiteren 80% Arbeitsaufwand zu erreichen.

Source Dinge aus, wenn Du kannst

Du brauchst ein Logo für Deine Webseite, hast aber keine Ahnung von Logoerstellung und versuchst seit einer Woche mit Paint ein halbwegs ansehnliches Logo zu gestalten? Du brauchst für Deine Webseite 10.000 Wörter Content, aber bei Texterstellungen hast Du Dir schon immer einen abgebrochen?

Das sind nur zwei Beispiele, in denen Outsourcing sinnvoll ist. Konzentriere Dich auf Deine Stärken und lass Sachen, die Dir nicht liegen, von Leuten machen, die sich genau darauf spezialisiert haben. So kannst Du ein wesentlich besseres Ergebnis in der Hälfte der Zeit erzielen. Es ist auch kostentechnisch billiger, als wenn Du im Gegenzug die Kosten Deiner eigenen Arbeitskraft berücksichtigen würdest.

Reinvestiere 100%

Du willst schnellstmöglich von Deinem nebenbei gegründeten Business leben können? Dann ist mein Rat an Dich: Investiere jeden Cent, den Du einnimmst mindestens solange bis Du wirklich davon leben kannst. Denn so verkürzt Du die Zeit, die es benötigt, um am Ziel anzukommen, ungemein.

Es ist wie die Macht des Zinseszinses. Wenn Du die ersten Einnahmen immer wieder auf den Kopf haust, dann kann das verdiente Geld nicht für Dich arbeiten. Wenn Du aber z.B. die ersten verdienten 500€ nimmst, um damit neue Texte, Produkte oder sonstiges zu kaufen, dann arbeitet dieses Geld zusätzlich zu Deiner Arbeitszeit, die Du pro Woche investieren kannst.

Wenn Du Deine Einnahmen immer und immer wieder reinvestierst, baust Du Dir dadurch ganz viele Zusatzstunden auf, die andere Personen für Dein Projekt abarbeiten. Insgesamt sind es dann irgendwann nicht mehr die 7, 10, 15 oder 20 Stunden, die Du selbst an deinem Business arbeitest, sondern 50, 100 oder 200 Stunden durch Personen, in die Du Deine Einnahmen investiert hast.

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