Bevor meine drei Co-Founder und ich unser früheres Start-Up Lingoschools gegründet haben, mussten wir einiges an Arbeit neben dem normalen Job in die Vorbereitungen stecken.

Weil wir uns direkt zu Anfang für eine Förderung bewerben wollten, war das mit einigem Aufwand verbunden, den ich am Abend oder am Wochenende erledigen wollte.

Ich will jetzt nicht mit Dingen wie Zielerreichung, Vision Boards und effektiven ToDo Listen anfangen. Davon hatte ich zu der Zeit sowieso keinen Plan!

Gleichzeitig war meine Selbstdisziplin komplett für‘n Arsch, wenn es darum ging, zu Hause alleine was für mein Projekt zu tun.

Aber ich hatte Glück, denn irgendwann habe ich gemerkt, wie viel es mir bringt, einfach den Arbeitsort zu wechseln.


 

Die Rettung war Startbucks.

Klingt jetzt nicht so abgefahren und cool, weil Starbucks eine der ganz großen Ketten ist.

Aber genau das ist auch der Vorteil gewesen. Es war in jeder Stadt verfügbar und die meisten Filialen haben einige Tische, die zum Arbeiten ausgelegt sind.

Gleichzeitig waren dort viele andere, die ebenfalls an eigenen Dingen gearbeitet haben.

In der Planungsphase vor der Gründung, bin ich nach meinem normalen Job regelmäßig an 2-3 Abenden pro Woche zu Starbucks gegangen. Natürlich war ich nicht von null auf hundert produktiv, aber nach einer kurzen Runde mit Smartphone, Facebook, Newsseiten & Co. ging es ziemlich schnell los.

Die Sessions waren nicht unbedingt lang, aber auch wenn man nur 1-2 Stunden da ist, kann man einiges erledigen.

Eins kann ich festhalten: Es war eine verdammt gute Entscheidung, mir einen anderen Arbeitsort zu suchen.

Neben den ganzen Tipps zum Selbstmanagement, ist der richtige Ort entscheidend, um seinen Arsch zu bewegen.

Warum hilft das Arbeiten an anderen Orten der Selbstmotivation?

Aus meinen persönlichen Erfahrungen sind mir ein paar Punkte aufgefallen, warum ein anderer Arbeitsort meiner Selbstmotivation den nötigen Schub gegeben hat.

  • Andere Leute und inspirierendes Umfeld
    Die eigene Wohnung kennt man in- und auswendig. Ein anderer Arbeitsort und ein neues Umfeld helfen dabei, auf neue Ideen zu kommen. Es hilft außerdem, wenn an dem gewählten Ort andere Leute sind, die irgendwas lernen oder ebenfalls an irgendwas arbeiten. Das unterstützt die Selbstmotivation. Man verbindet das Entspannte mit der Arbeit.
  • Weniger Ablenkung
    Der Punkt wirkt erstmal ungewöhnlich. Die Geräuschkulisse (hängt vom gewählten Ort ab), lenkt natürlich schon ab. Aber es ist trotzdem viel fokussierter als in der eigenen Wohnung, wo der innere Schweinehund und alle möglichen anderen Beschäftigungen ebenfalls zu Hause sind.
  • Gewohnheit antrainieren
    Die Macht der Gewohnheit ist ein Tool, das jeder kennen sollte! Wenn Du regelmäßig an einen bestimmten Ort gehst, den Du zum Arbeiten nutzt, machst Du daraus eine Gewohnheit. Durch diese Gewohnheit musst Du Dich viel weniger Aufraffen.

Arbeitet man im Café produktiv?

Ja und nein.

In einem richtigen Büro oder in der eigenen Wohnung in einem ruhigen Zimmer ist man eher fokussierter. Dafür sorgen jedoch das Umfeld und die Abwechslung an einem anderen Ort für mehr Selbstmotivation.

Am Ende ist es besser zu 60% produktiv zu sein, anstatt gar nichts hinzubekommen und von der theoretischen 100-prozentigen Produktivität zu träumen.

Perfektionismus ist der Killer des Erfolgs!

Richtige Perfektions-Nazis werden keine eigenen Projekte mit wenig Zeit erfolgreich zu Ende bringen können. Deshalb immer schön die 80-20 Regel beachten.

5 inspirierende Orte zum Arbeiten

Wer kreativ und langfristig motiviert für eigene Projekte bleiben will, sollte öfter mal andere Orte als Arbeitsplatz nutzen.

Immer aus dem Fenster auf die gleiche graue Häuserwand gucken? Jeden Tag das gleiche triste Büro? Auf Dauer ist das nichts, wenn Du wirklich einen Schritt weiter als andere gehen willst!

  1. Café
    Hierüber habe ich schon viel gesagt. Mir hat es sehr geholfen und mehr gibt es nicht hinzuzufügen.
  2. Co-Working Space
    Perfekt zum Netzwerken und, um unter Gleichgesinnten zu sein. Kommt am ehesten dem Bedürfnis nach einem eigenen Büro entgegen, kostet aber auch.
  3. Im Park
    Frische Luft und Natur, das Gegenteil von Büro und Wohnung. Hilft auch zum Runterkommen, wenn das eigene Projekt auf der Stelle tritt. Allerdings vom Wetter abhängig und kein Schreibtisch. Daher eignet sich ein Park sehr gut zur Weiterbildung, wenn man ein Buch lesen will und nicht unbedingt einen Tisch braucht.
  4. Bibliothek
    In der Bibliothek ist es ruhig und Du kannst viel fokussierter arbeiten als in einem Café. Daher eine gute Alternative, wenn man die eigenen 4 Wände nicht mehr sehen kann.
  5. In der Bahn
    Es ist unglaublich ärgerlich, wie viel Zeit für das Pendeln in Bussen, Bahnen und Zügen verschwendet wird. Es gibt Beispiele von Leute, die ihr Büro in den ICE verlegt haben. In einer U-Bahn ist richtiges Arbeiten schwieriger. Aber Weiterbildung und E-Mails gehen auch hier!

Seit der Gründung meines ersten Start-Ups ist nun viel Zeit vergangen und ich bin besser darin geworden, von zu Hause aus an eigenen Projekte zu arbeiten.

Trotzdem merke ich gerade jetzt wieder, dass ich zu Hause nicht mehr so gut vorwärts komme. Deshalb wird’s mal wieder Zeit für ein paar Café Sessions, denn von nichts kommt nichts.

An welchen Orten kannst Du am besten arbeiten? Wo hast Du die meiste Motivation und wo bist Du am produktivsten?

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