Viele erfolgreiche Persönlichkeiten und Unternehmer schwören auf eine konstante Morgenroutine, welche sie jeden Tag absolvieren, um fit und fokussiert in den Tag zu starten. Somit können sie perfekt vorbereitet die Aufgaben des Tages angehen.


 

Auch ich bin ein großer Fan einer auf mich persönlich abgestimmten Morgenroutine. Das ich das hier behaupte ist schon wie eine Art Wunder, denn vor ein paar Jahren waren Dinge wie eine Morgenroutine oder frühes Aufstehen völlig undenkbar für mich. Im Studium war ich ein leidenschaftlicher Langschläfer, der viele Aufgaben, wie z.B. das Lernen für die nächste Klausur, auf die Abend- und Nachtstunden verlegt hat. Einen geordneten Morgenablauf oder eine Abendroutine gab es dabei nicht.

Ich war die typische Eule, die lieber am Abend und in der Nacht aktiv wurde, als früh am Morgen. Ich habe es so für mich akzeptiert und wollte es zu dieser Zeit auch gar nicht ändern. Auch in den ersten Jahren meines Gründerdaseins war ich eher jemand, der Nachmittags und Abends die Aufgaben des Tages angegangen ist.

Doch diese Eigenschaft habe ich zum Glück abgelegt. Allen, die behaupten, dass sie kein Morgenmensch werden können, muss ich aus meinen Erfahrungen heraus sagen, dass diese Aussage nicht stimmt. Heute liebe ich regelrecht das frühe Aufstehen und die Zeit, die ich mit mir verbringe, um gestärkt und vital in den Tag zu starten.

Es gibt nicht die eine perfekte Morgenroutine. Teste und finde für Dich heraus was funktioniert!

Dabei bin ich jemand der viel und gerne ausprobiert und testet. Es gibt nicht die eine Morgenroutine, die für alle Personen funktioniert oder angenehm ist, und Du musst auch nicht auf immer und ewig eine starre Morgenroutine haben. Wir wollen uns durch eine Morgenroutine ja nicht bestrafen, sondern es soll viel mehr eine Ruheoase sein, in der man sich sammelt, sein Dasein genießt und viel Kraft für den Tag sammelt. Auf der anderen Seite solltest Du eine neue Routine nicht nach einem Tag wieder verwerfen, denn wie jede neue Gewohnheit dauert es bis zu 28 Tage bis diese sich in einem gesetzt und manifestiert hat.

Hast Du so eine Routine für Dich gefunden, wirst Du merken was für unglaubliche Auswirkungen dieses Ritual auf deinen gesamten Tag haben kann. Du wirst Dich insgesamt viel vitaler, ausgelassener und fokussierter fühlen und dadurch Deine Produktivität stark erhöhen können.

Meine derzeitige Morgenroutine

Nun willst Du bestimmt wissen, wie denn genau eine Morgenroutine aussehen kann. Um meine Morgenroutine zu finden habe ich viel recherchiert, gelesen und getestet. Wie bereits erwähnt, gibt es unzählig viele Varianten einer Morgenroutine und auch ich ändere hin und wieder etwas an diesem Ritual.

0. Abends Klamotten für den nächsten Tag rauslegen

Lege bereits am Abend deine Klamotten für den nächsten Tag raus, um am Morgen dafür keine Gedanken zu verschwenden!

Meine Morgenroutine startet eigentlich bereits am Abend vor dem zu Bett gehen. So lege ich Abends die Klamotten raus, welche ich am nächsten Tag anziehen werde. Deshalb muss ich morgens nicht mehr im Schlafzimmer rumstolpern und meine Frau wecken. Darüber hinaus hat es bereits einen produktiven Grund. Auch auf den ersten Blick triviale Entscheidung, wie die Klamottenwahl, ist bereits eine Entscheidung, die dem Körper Energie entzieht. Wieso also am Morgen hierfür die erste Energie des Tages verschwenden? Ich muss mir darüber am Morgen keine Gedanken mehr machen und kann sofort mit meiner Morgenroutine starten.

Weißt Du warum erfolgreiche Personen wie Steve Jobs oder Mark Zuckerburg jeden Tag das Gleiche anziehen? Ihnen sind solche Attribute wie Klamotten und die dafür nötigen Entscheidungen so unwichtig, dass sie einfach nur wenige unterschiedliche Outfits besitzen, um ihre beschränkte Energie für die wesentlichen Aufgaben zu bündeln. Passend dazu postete Mark vor ein paar Wochen dieses Bild auf seinem Facebook-Account.

1. Aufstehen um 6 Uhr

wecker
Mein Wecker klingelt um 6 Uhr. Dabei lasse ich mich von einem intelligenten Alarm wecken.

Ich stehe jeden Tag um 6 Uhr auf. Auch am Wochenende! Ausnahmen bestätigen dabei natürlich die Regel, sollte der Tag zuvor z.B. durch einen Abend mit Freunden etwas länger geworden sein. Ansonsten versuche ich immer um diese Uhrzeit aufzustehen. Auch hier hatte ich früher ein extremes Ungleichgewicht zwischen der Zeit, zu der ich in der Woche aufgestanden bin, und der Zeit, zu der ich am Wochende aus dem Bett kam.

So ein Ungleichgewicht ist für den eigenen Körper natürlich nicht gesund. Oft hat man die Auswirkungen des Wochenendes montags und auch noch dienstags extrem in seinem Tagesrythmus gespürt und war den halben Tag nicht wach, sondern gereizt und unentspannt. Dieses Mindset schlägt sich auch in der Produktivität nieder.

Seitdem ich regelmäßig um 6 Uhr aufstehe, fühle ich mich super ausgeglichen und entspannt. Hierbei ist es trotzdem wichtig auf genügend Stunden Schlaf zu kommen. 8 Stunden Schlaf ist dabei für mich genau richtig, so dass ich in der Regel gegen 22 Uhr ins Bett gehe. Wie das passende Abendritual aussehen kann, werdet ihr bald hier auf PRENEUR.DE lesen können.

Für eine harmonische Aufwachphase ist der Klingelton des Weckers sehr wichtig. Deshalb habe ich mein Wecker auf intelligenten Alarm eingestellt. Dabei startet der Klingelton ganz leise und wird langsam immer lauter. Als Klingelton eignen sich meiner Meinung nach entspannte Töne und Melodien wie Meditationsmusik oder Naturgeräusche wie das Meeresrauschen. Mit dieser Einstellung fällt es mir überhaupt nicht schwer aus dem Bett zu kommen, da ich sanft geweckt und ich nicht direkt durch ein stressiges lautes Piepen aufgeschreckt werde.

2. Morgentoilette und Mundreinigung

Nach dem Aufstehen verrichte ich kurz die Morgentoilette, bevor ich mit der Mundreinigung starte. Diese habe ich mir beim Ayurveda abgeguckt. So starte ich mit dem sogenannten Ölziehen. Dabei nimmt man ein Esslöffel Öl mit hoher antibakterieller Wirkung (sehr gut eignen sich dafür Sesamöl oder Kokosöl) in den Mund.

Nun lasse ich das Öl ca. 10 Minuten im Mundraum und spüle und ziehe das Öl langsam zwischen den Zähnen, unter der Zunge und dem gesamten Mundraum hin und her. Das Ölziehen hat dabei eine stark reinigende Wirkung, beugt Karies, Zahnfleischbluten und Mundgeruch vor und erzeugt ein sehr wohlfühlendes Mundgefühl. Wer sich mit der Thematik genauer beschäftigen möchte findet hier und hier gute Anlaufstellen. Die Wirkung ist noch nicht durch Langzeitstudien erwiesen, jedoch kann ich für mich sagen, dass es mir einfach ein angenehmes Mundgefühl bringt. Nach 10 Minuten entsorge ich das Öl in Küchenrollenpapier und spüle den Mund sorgfältig aus.

Danach schabe ich meine Zunge mit dem Esslöffel einige Male von hinten nach vorne ab, bevor ich dann meine Zähne putze. Jetzt habe ich ein sehr angenehmes Mundgefühl und kann meine Morgenroutine fortsetzen.

3. Ziele und Glaubenssätze visualisieren

ziele visualisieren
Das Visualisieren deiner Ziele hilft Dir deinem Weg fokussiert zu folgen.

Ich setze meine Morgenroutine mit der Visualisierung meiner mittel- und langfristigen Ziele sowie meiner eigenen Glaubenssätze fort. Was für ein Mensch möchte ich sein? Was soll mich als Mensch ausmachen? Was will ich erreichen? Worauf arbeite ich langfristig hin? Hierfür stelle ich mich für 5 Minuten vor mein White Board, welches gleichzeitig mein Vision Board ist und lese mir meine Ziele durch.

Das obere Drittel des White Boards visualisiert anhand verschiedener Bilder dabei mich als Person und meine langfristigen Ziele. Der untere Teil des White Boards ist unterteilt in 3 Spalten und zeigt mir meine kurzfristigen Ziele auf Monats-, Quartals- und Jahresbasis. So mache ich mir jeden Tag aufs Neue klar, was für ein Mensch ich sein möchte und was ich erreichen will. Dieses tägliche Bewusstmachen der eigenen Ziele hilft ungemein, seinem persönlichen Weg zu folgen und sich nicht unbewusst ablenken zu lassen.

4. Ein Glas warmes Wasser mit Zitrone trinken

Über Nacht verliert ein Mensch ein bis anderthalb Liter Flüssigkeit. Um dieses Flüssigkeitsdefizit so schnell wie möglich auszugleichen trinke ich ein großes Glas warmes Wasser mit Zitrone. Wasser mit Zitrone ist sehr gesund und versorgt den Körper direkt zu Beginn des Tages mit vielen Elektrolyten wie Kalium, Calcium und Magnesium. Welche weiteren Vorteile das Trinken von warmem Wasser mit Zitrone am Morgen hat, kannst Du unter anderem hier nachlesen.

5. Yoga

yoga
Yoga hilft Dir dabei Körper und Geist auf den Tag vorzubereiten.

Yoga teste ich im Rahmen meiner Morgenroutine erst seit ein paar Wochen. Ich bin vorher nie wirklich mit Yoga in Kontakt gekommen und muss sagen, der erste Eindruck ist sehr positiv. Es ist meine Vorstufe zur Meditation und hilft, meinem Körper und Geist auf den Tag vorzubereiten. Hierbei absolviere ich ein 20-minütiges Yoga-Workout mit relativ entspannenden Übungen wie Dehnübungen und Atemtechniken.

6. Meditation

meditation
Mit einer geführten Meditation z.B. durch die 7Mind App kann jeder kinderleicht das Meditieren lernen.

Direkt im Anschluss meditiere ich für 20 Minuten. Auch der Meditation konnte ich früher nicht viel abgewinnen. Als ich es aber vor einigen Monaten das erste Mal getestet habe, hat mich das Meditieren sofort fasziniert. Es ist unbeschreiblich, was für ein wohltuendes Gefühl bereits eine kurze Meditation verbreiten kann und wie ausgeglichen und fokussiert man danach ist. Für die Meditation benutze ich die 7Mind App, die Headspace App ist ebenfalls zu empfehlen.

7. Kalt Duschen

kalt-duschen
Eine kalte Dusche vertreibt auch die letzten müden Geister in Dir und versprüht unzählige Glücksgefühle.

Nach der Meditation gehe ich kalt duschen. Und zwar von Anfang bis zum Ende! Hierbei wurde ich inspiriert von Matthew Mockridge. Ich finde kalt duschen den absoluten Wahnsinn. Am Anfang ist es jeden Tag wieder eine Überwindung, aber wenn Du einmal unter dem kalten Wasserstrahl stehst ist es wie eine Droge. Dein Körper schüttet Unmengen an Glücksgefühlen aus. Solltest Du jetzt noch ein bisschen Restmüdigkeit besitzen, so wird sie Dir nun aus den Gliedern gespült. Für mich ist es das absolute Pflichtprogramm meiner Morgenroutine.

8. Grüner Smoothie trinken und auf Aufgaben des Tages fokussieren

gruener-smoothie
Der grüne Smoothie versorgt mich mit vielen Mineralstoffen und Vitaminen.

Zum Abschluss meiner Morgenroutine mache ich mir einen großen grünen Smoothie. Diesen Teil meiner Routine habe ich auch relativ neu aufgenommen. Da ich morgens kein richtiges Frühstück zu mir nehme und meine erste richtige Mahlzeit erst um 12 Uhr esse, versorgt mich ein grüner Smoothie mit vielen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Beim Trinken setze ich mich schon mal an meinen Schreibtisch und gehe die Aufgaben des Tages durch, damit ich nach meiner Morgenroutine sofort mit meiner wichtigsten Aufgabe starten kann und zwischen den Tagesaufgaben nicht mehr so lange überlegen muss, was ich am Tag erledigen will.

Das war meine komplette Morgenroutine und diese dauert genau 1,5 Stunden. Somit starte ich um 07:30 Uhr mit meinem ersten Aufgabenblock in den Tag. Ich hatte auch schon versucht mein Sportprogramm in meine Morgenroutine zu integrieren, aber das hat für mich nicht funktioniert und daher habe ich es wieder geändert. Die perfekte Zeit für Sport ist für mich persönlich am frühen Abend und geleitet mich so nach einem anstrengenden Tag perfekt in den ruhigen Teil des Tages.

Ob und was Du Dir davon für Deine eigene Morgenroutine abguckst ist natürlich Dir überlassen. Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Tipps und Gedankenanstöße für deine Morgenroutine geben oder Dich überhaupt von einer Morgenroutine begeistern. Mir hat eine konstante Morgenroutine auf jeden Fall einen großen Boost bzgl. Persönlichkeitsentwicklung und Life Hack gegeben und kann sagen, dass ich mich durch meine Morgenroutine viel ausgeglichener, entspannter, fokussierter und produktiver über den gesamten Tag hinweg fühle.

Wie sieht Deine Morgenroutine aus? Was hat bei Dir funktioniert und was nicht? Hat es Dich persönlich weiter gebracht? Lass uns an Deiner Morgenroutine teilhaben und sag uns wie Du in den Tag startest!

Unsere Buchempfehlung zur Morgenroutine

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3 KOMMENTARE

  1. Boom!
    Was eine geile Morgenroutine, Julian. Das kingt nach viel zeit für dich und einem erholten Start in de Tag.
    Ich habe selbst die Entwicklung von morgens = scheiße zu fruh aufstehen gemacht.
    Und es verändert echt den ganzen Tag 😮
    Schön zu sehen, dass auch du dich mit einer kalten Dusche „belohnst“. Das ist für mich mein morgengliche Anit-Komfortzonen-Start.
    Der hilfreiche Artikel wird direkt auf meinem Blog verlinkt 😉
    Machst du dein Morgenritual 7 tage die Woche, Julian?

     
  2. Hi Nikolai. Freut mich, dass Dir mein Morgenritual gefällt :-). Ja ich versuche es in der Tat 7 Tage die Woche durchzuführen. Am Wochenende gelingt es mir nicht jedes mal, aber das ist völlig in Ordnung für mich. Ich würde sagen im Schnitt komme ich auf 6 Tage die Woche.

     

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