Jedes Jahr wieder fassen viele Menschen Vorsätze für das neue Jahr. Aber ich kenne fast keinen, der die Umsetzung seiner Vorsätze auch durchgezogen hat.

Vielleicht schafft das mal einer von 10, wenn überhaupt.

Das liegt daran, dass für eine Änderung des Lebensstils mehr dahinter stehen muss, als ein guter Vorsatz zwischen Bier und Cocktail in der Silversternacht.


 

Gerade bei den vielen Leuten da draußen, die sich mehr Unabhängigkeit von Zeit und Ort wünschen, kommen die meisten nicht vom Träumen ins Machen.

Denn jede Veränderung – das kann ein Jobwechsel sein, das eigene unternehmerische Projekt vorantreiben, regelmäßig Sport treiben, weniger im Job arbeiten und mehr Zeit für die Familie haben – ist erst einmal Arbeit an sich selbst und dafür braucht es Überwindung, bevor man die Erfolge genießen kann.

Warum jeder Macher eine Lebensvision haben sollte

Um wirklich nachhaltig an seinen Wünschen arbeiten zu können und motiviert zu bleiben, ist es wichtig, das große Ganze, das Big Picture in seinem Leben zu kennen.

Viele weit überdurchschnittlich erfolgreiche Personen haben eine Lebensvision. Ich spreche hierbei von „Erfolg“ im ganzheitlichen Sinne. Arbeit und Geld sind nur ein Bestandteil.

Eine Lebensvision ist die Basis dafür, sein Leben selbst gestalten zu können und nicht wie so viele andere vom Umfeld getrieben zu sein.

Wer eine Lebensvision hat sieht klarer als andere:

  • Man kommt ins Machen und agiert statt zu reagieren
  • Das Treffen von Entscheidungen wird leichter
  • Es stärkt die Selbstmotivation, wenn man das Big Picture vor Augen hat
  • Das Setzen von Zielen wird einfacher
  • Durch die neu gewonnene Klarheit wird man direkt zufriedener

Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man strebt, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen.

(Erich Fromm)

Es gibt eine berühmte Harvard Studie von 1979, die Studenten in Gruppen unterteilt hat, je nachdem, ob sie Ziele für die Zukunft formulierten – und wenn ja, ob diese aufgeschrieben wurden.

Das Ergebnis war, dass diejenigen, die ihre Ziele aufgeschrieben haben, nach 10 Jahren im Schnitt das Zehnfache verdienten im Vergleich zu denjenigen, die keine Ziele hatten.

Diese machten 3% der ehemaligen Studenten aus. 14% –  das waren alle, die Ziele zwar formulierten, aber nicht aufschrieben – verdienten im Schnitt immerhin noch das Doppelte.

Bei dieser Studie geht es zwar nur um Geld, aber die Bedeutung lässt sich auf alle Lebensbereiche ausdehnen.

Wer eine Vision hat und daraus Ziele ableiten kann, wird erfolgreicher – in allen Bereichen!

Die persönliche Lebensvision entwickeln

Um die eigene Lebensvision zu entwickeln, muss man sich die richtigen Fragen stellen. Dabei darf es keine selbstauferlegten Denkverbote geben. Auch „Millionär werden“ kann Platz in einer Lebensvision haben, genauso wie soziale Visionen.

Folgende Fragen helfen Dir beim Finden Deiner Vision.

„Was würde ich gerne machen, wenn Zeit und Geld keine Rolle spielen?“

„Welche Träume habe ich schon als Kind gehabt?“

„Gibt es irgendwelche Personen, die mich inspirieren, und was finde ich an Ihrem Leben so spannend?“

„Wofür kann ich mich begeistern?“

Am besten nimmst Du Dir für die Beantwortung eine kurze Auszeit, ein paar Stunden reichen schon. Suche Dir einen Ort, der Dich entspannt. Ein Café oder die Liege am See können hierfür genau passend sein.

Eine Lebensvision muss alle wichtigen Lebensbereiche abdecken. Es geht nicht nur um berufliche Dinge wie berufliche Karriere, Unternehmer werden oder frei von Zeit und Ort zu arbeiten. Eine Lebensvision sollte die unterschiedlichsten Bereiche abdecken.

Ein paar Ideen..

  • Nachhaltig ernähren und ausgeglichen leben
  • Zeit- und ortsunabhängig leben und arbeiten
  • Eine Familie gründen und Kinder aufwachsen sehen
  • Viel Sport treiben und seinen Körper in Topform halten
  • Eine Firma gründen, davon leben können und sein eigener Boss sein
  • Die Welt entdecken, Reisen und Abenteuer erleben
  • Ein bestimmtes soziales Projekt aufbauen und umsetzen

Weitere nützliche Methoden für die eigene Lebensvision

Es gibt ganz viele Methoden, um die eigene Lebensvision zu bestimmen. Hier drei weitere, die Du ausprobieren kannst.

Wishstorming

Eine Person stellt Dir 20-30 Minuten lang monoton die Frage, was Dein größter Wunsch im Leben ist. Jede Antwort wird aufgeschrieben und aus den Antworten die Lebensvision abgeleitet.

Idealer Tag

Beim idealen Tag stellst Du Dir vor, wie ein Tag ablaufen müsste, vom Aufstehen bis zum Schlafen gehen, der für Dich ideal ist. Was machst Du an diesem Tag? Was ist besonders wichtig? Was macht Dich besonders zufrieden?

70. Geburtstag

Stell Dir vor, Du feierst Deinen 70. Geburtstag. Mehrere Personen aus unterschiedlichen Lebensbereichen halten eine Rede über Dich. Ein Familienmitglied, ein guter Freund, ein Arbeitskollege und eine bedeutender Persönlichkeit aus Deiner Stadt oder Deinem Ort. Was würden diese sagen?

Das Finale: Die Lebensvision visualisieren

Nichts ist in Stein gemeißelt und Deine Lebensvision kann sich im Laufe der Zeit ändern.

Sie sollte aber so allgemeingültig sein, dass das nicht häufig passiert – sonst verfehlt die Vision ihren Zweck.

Du solltest Deine Vision visuell festhalten, damit Du immer wieder dran denkst und Dich damit beschäftigen kannst. Perfekt geeignet ist hierzu ein Vision Board.

Du kannst die Vision schriftlich in einem kurzen Text festhalten oder schreibst Teile der Vision auf verschiedene Kärtchen, je nach Lebensbereich. Die Karten kannst Du aufhängen, z.B. an einem White Board.

Eine andere Möglichkeit ist es, die Vision komplett über Bilder abzubilden.

Ein Bild einer exotischen Stadt oder eines von unberührter Natur kann für Abenteuer und Reisen stehen. Ein Laptop am Strand könnte orts- und zeitunabhängiges Arbeiten visualisieren.

Ich selbst mache es genau so und habe alles mit Bildern im Eingangsflur visualisiert, damit es auf keinen Fall übersehen werden kann.

Zu einem Macher gehört eine Lebensvision! Was sind Deine Erfahrungen? Hast Du Deine Vision schon gefunden und welche Methoden haben Dir dabei geholfen?

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