Zwei Unternehmen, ein Weinfest, einen eigenen Wein, eine Konferenz für digitales Marketing, den regionalen Gründerstammtisch sowie den so genannten BizSlam – ein MeetUp für Gründer mit interessanten Vorträgen von Gründern für Gründer. Das ist der Preneur Lebenslauf unseres heutigen Interview-Gastes Stefan Gerth. Dabei betreibt Stefan all diese Projekte und Events heute parallel. Eine unglaubliche Leistung und so stellt man sich zurecht die Frage wie man so viele unterschiedliche Projekte organisieren und professionell bearbeiten kann. Wir haben uns mit Stefan unterhalten, wie er das alles bewerkstelligt bekommt und was seine weiteren Pläne für die Zukunft sind.


 

Hi Stefan,

Wie schon gesagt bist Du ein unternehmerischer Tausendsassa. Neben Deinem Hauptprojekt die-bewerbungsschreiber.de hast Du auch noch die Firma Go Between Digital GmbH mit der Du unter anderem ein sehr erfolgreiches mehrtägiges Weinfest im Herzen des Ruhrgebiets etabliert hast. Seit kurzem produzierst Du sogar Deinen eigenen Wein: Glück auf Küwee – Der erste Wein für das Ruhrgebiet. Stell Dich doch mal unseren Lesern genauer vor. Wer bist Du und wie bist Du zum Unternehmertum gekommen?

Hi, ich bin Stefan, 32 Jahre jung und nun seit rund 4,5 Jahren so richtig selbstständig.

Im heutigen ersten Teil gehen wir auf Deine unterschiedlichen Projekte ein bevor wir in Teil 2 auf Dich als Unternehmer genauer eingehen wollen und wie Du Dich als Unternehmer in den letzten Jahren entwickelt hast. Dein Hauptprojekt ist die-bewerbungsschreiber.de. Wie ist es zu dieser Idee gekommen? Wann und wie hast Du gestartet? Wie hat sich das Projekt entwickelt und wo steht ihr heute?

Das Projekt die-bewerbungsschreiber habe ich bereits 2010 neben dem Studium mit einem meiner besten Freunde Tim ins Leben gerufen. Es war so, dass er den Bedarf gesehen hatte, das Menschen Unterstützung bei der Bewerbung brauchen. Außerdem hatte er Bock mal eine Internetseite zu erstellen. Ich hatte damals Kenntnisse im Bereich Suchmaschinenoptimierung aufgebaut und so taten wir uns zusammen. Als unsere Wege sich beruflich trennten und ich mich damit selbstständig machen wollte, konnte ich meinen alten Kommilitonen Holger Manzke davon überzeugen den Weg mit mir zu gehen. Heute sind wir praktisch verheiratet 🙂 Unser StartUp läuft gut und sehr solide. Wir haben ein fantastisches Team (worauf ich sehr stolz bin) und besetzen mittlerweile 360m² Bürofläche.

Was sind Deine weiteren Pläne für dieses Projekt? Wo siehst Du die-Bewerbungsschreiber in 3 bis 5 Jahren? Wo siehst Du Dich dabei in diesem Projekt? Noch an Board oder könntest Du Dir auch einen Exit vorstellen?

Puuh…Pläne? Ich gebe jeden Tag Vollgas und versuche das zu tun was mir Spaß macht. Ich habe keine Ahnung wo mein StartUp in drei Jahren steht und kann mir aktuell auch keinen Exit vorstellen.

Das Projekt ist bis auf eine kleine Crowdfunding Kampagne komplett gebootstrapped. Soll das so bleiben oder könntest Du Dir auch eine größere Finanzierungsrunde vorstellen?

Aus den eigenen Mitteln zu wachsen, ist bei diesem Geschäftsmodell der richtige Weg, denke ich. Momentan wüsste ich zumindest nicht, wofür ich das Geld ausgeben sollte.

Darüber hinaus bist Du wohl ein ziemlicher Weinliebhaber oder wie kamst Du auf die Idee erst ein mehrtägiges Weinfest im Ruhrgebiet zu etablieren und jetzt sogar einen eigenen Wein produzieren zu lassen?

Na ja, zu diesem Projekt kam ich über meinen Geschäftspartner und Freund Olli Sopalla. Er hat mich überzeugt. Außerdem begeistert mich Wein. Das immer sehr viele hübsche Frauen an unseren Veranstaltungen teilnehmen, ist ein netter Nebeneffekt 🙂

Das letzte Weinfest war jetzt gerade im Mai. Für wann ist das nächste Weinfest geplant und wohin soll sich dieses Event in den nächsten Jahren hin entwickeln?

Wir wollen größer werden! Mit den Besucherzahlen waren wir dieses Jahr am Maximum. Es könnte im nächsten Jahr einen Locationwechsel geben und dazu haben Holger, Olli und Ich auch eine sehr gute Idee!

Der eigene Wein feiert dieses Jahr seine Prämiere. Für die Produktion habt ihr eine kleine Crowdfunding Kampagne erfolgreich durchgeführt. Wie geht es jetzt dort weiter? Kann man den Wein schon irgendwo kaufen?

Da zuletzt alles sehr stressig war, haben wir uns um das Thema Vertrieb weniger gekümmert. Anfragen gibt es jeden Tag, momentan kommen die Leute ins Büro oder kaufen den Wein bei meiner Mutter im Laden (Hordeler Str. 68a, 44651 Herne). Ich glaube jedoch, dass wir in den nächsten Tagen den ersten Partner in Bochum-Ehrenfeld verkünden können.

Was ist der Plan für diesen Wein? Soll er später Online zu kaufen sein? Oder regional in den Supermärkten des Ruhrgebiets? Oder vielleicht Deutschlandweit? Was sind hier Deine Visionen für die nächsten Jahre?

Online auf jeden Fall! Wir wollen den Wein aber auch in Gastronomien und im Fachhandel etablieren. Es ist ein Ruhrgebietsprojekt und hier ist der Wein auch gut aufgehoben, auch im Supermarkt sehe ich ihn nicht.

Darüber hinaus engagierst Du Dich stark für den Gründerstandort und die Gründerszene Ruhrgebiet. Du veranstaltest z.B. den monatlich stattfindenen Gründerstammtisch Bochum oder organisierst zusammen mit der Wirtschaftsförderung nun zum zweiten mal den sogenannten BizSlam. Was steckt hinter diesen beiden Veranstaltungen? Wie ist es dazu gekommen und wieso engagierst Du Dich so gerne in der Gründerszene?

Die Gründerszene im Ruhrgebiet sollte enger zusammenwachsen und mir macht es Spaß mich mit anderen Gründern auszutauschen. Ich teile auch gerne Erfahrungen. Das ist mein Antrieb und der Grund, mich für den Gründerstammtsich zu engagieren. Was den BizSlam betrifft, so hatte mich die Wirtschaftsförderung Bochum angesprochen. Ich wollte ohnehin mal ein komplett neues Veranstaltungsformat für Gründer auf die Beine stellen. Am Ende stand der BizSlam. Man muss jedoch sagen, dass da mit Marion Behn und Gregor Tischbierek von der Wirtschaftsförderung zwei ganz tolle Menschen direkt in der Orga beteiligt sind. Des Weiteren unterstützen mich Olli, Holger und unsere Mitarbeiter Nadine und Manuel. Wir sind bei der Go Between Digital mittlerweile ein so gutes Team, dass für mich nicht mehr viel Arbeit übrig bleibt.

Dein allerneustes Projekt ist koks.digital, die erste Konferenz für digitales Marketing im Ruhrgebiet. Sie wird Ende August das erste mal statt finden. Wieso jetzt noch eine Konferenz für digitales Marketing? Was erhoffst Du Dir durch diese Messe? Was für ein Programm ist geplant und wie kann man teilnehmen?

Ich komme aus dem digitalen Marketing, liebe es und besuche viele Konferenzen, um mich weiterzubilden. Dazu muss ich nach Köln, Berlin, Hamburg oder München reisen. Warum? Es gab hier einfach Nichts und wenn es Niemand macht, mach ich es einfach selbst. Wir haben hier so fantastische Leute und Unternehmen in der digitalen Szene. Wenn wir voneinander lernen, profitieren alle davon. Aber auch hier gilt. Da sind Leute wie Olli, Holger oder Jan Berens an meiner Seite. Wenn man die Arbeit aufteilt, ist das alles überschaubar.

Stefan, vielen Dank für den Einblick in Deine unterschiedlichen unternehmerischen Projekte. Hut ab was Du da alles schon auf die Beine gestellt hast.

Wie Du all das zeitlich gemanaged bekommst, was Dich dabei antreibt, wie Du Dich selbst als Unternehmer noch weiterentwickelst und was Du für Projekte in der Zukunft gerne noch machen möchtest wird Thema unseres zweiten Interviews sein.

 

 
TEILEN
Vorheriger ArtikelPreneur Week Review KW22
Nächster ArtikelDie perfekte Rechtsform für Gründer
Hi, mein Name ist Julian und einer der beiden Gründer von PRENEUR.DE. Auf PRENEUR.DE schreibe ich unter anderem über meine Erfahrungen als Preneur und Lifestyle-Designer. Wenn Du mehr über mich und PRENEUR.DE erfahren möchtest, dann schau Doch mal hier vorbei!

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT