In Teil 1 unseres Interviews mit Nischenseiten-Profi Florian Schäfer konntest Du schon viele interessante Insights in das Thema Nischenseiten und dem professionellen Erstellen von Affiliate-Seiten bekommen.

Heute sprechen wir mit Florian über das Unternehmertum und das Preneurdasein als Solches. Erfahrt in unserem Interview, wie er es schafft als Sidepreneur sein Business voranzubringen und welches Mindset er bei Gründern für wichtig hält.


 

Hi Florian,

in Teil 1 deines Interviews hast Du uns bereits einen sehr schönen Einblick in das Thema Affiliate-Marketing und Nischenwebseiten gegeben. Nun wollen wir ein bisschen mehr auf die Meta-Ebene als Unternehmer eingehen.

Warst Du schon immer an eigenen Projekten und Unternehmertum interessiert? Oder ist das eher zufällig entstanden?

Ich war schon immer daran interessiert Unternehmer zu werden. Was heißt schon immer… Während meines Studiums habe ich gemerkt, dass ich mehr und mehr Spaß daran finde mich damit zu beschäftigen, wie man Geld im Internet verdient. Egal – ob nun im Internet oder Anderswo spielt eigentlich keine Rolle.

Ich habe in dieser Zeit gemerkt, dass es mir Spaß macht Wege zu suchen, mich selbst zu verwirklichen und damit Geld zu verdienen. Dieses stupide Arbeitnehmerdenken, was viele an den Tag legen, kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Warum sollte man Zeit gegen Geld tauschen, wenn es denn auch anders geht?!

Diese Frage habe ich mir gestellt und konnte sie nicht beantworten. Danach wusste ich, dass ich eher wie ein Unternehmer denke und nicht wie ein normaler Angestellter. Letzten Endes sind alle Unternehmer doch auch Lösungsdesigner (schönes Wort, oder?).

Außerdem habe ich mich gefragt, warum ich denn für andere arbeiten soll, wenn ich denn für mich genau die gleiche Arbeit machen könnte, aber damit auch dementsprechend mehr verdiene? Natürlich muss man als Unternehmer aus seiner Komfortzone heraus kommen und über seinen Schatten springen, aber warum nicht? Warum ein langweiliges Leben führen, in dem ich jeden Tag die gleiche Arbeit mache?

Unternehmer sein, heißt frei zu sein!

Du arbeitest ja parallel noch in Vollzeit als Projektmanager bei einem großen Konzern in der Konsumgüterindustrie. Wie organisierst Du Dich als Sidepreneur bzgl. Deinen eigenen Projekten? Hast Du Dir feste Arbeitszeiten für Deine Projekte auferlegt?

Die Organisation sieht bei mir sehr unterschiedlich aus. Mal arbeite ich tagsüber für meine Projekte, mal nach meiner Arbeit, mal am Wochenende. Es ist mein Hobby und gleichzeitig meine Passion und der gehe ich nach, wenn ich Lust habe. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass genau dann auch die besten Ergebnisse zustande kommen.

Es bringt nichts, wenn man sich zwingt irgendwas zu machen. Natürlich muss man auch mal an Tagen arbeiten, wo es etwas schwerer fällt, aber auch das gehört dazu. Wichtig ist, dass man das macht, was Spaß macht. Dann macht man es auch gut!

Feste Arbeitszeiten habe ich also nicht. Da es momentan noch mein Hobby ist, gehe ich diesem dann nach, wenn mir danach ist :).

Was sind Deiner Meinung die Vor- und Nachteile als Sidepreneur im Vergleich zu jemanden, der Vollzeitunternehmer ist?

Ganz klarer Vorteil ist natürlich, dass man 2 Einkommen bezieht. Zum einen aus dem Vollzeitjob und zum anderen aus der Nebenbeschäftigung. Darüber hinaus zahlt der Arbeitgeber auch sämtliche Versicherungen etc. Man muss sich dahingehend also um nahezu nichts kümmern.

Nachteil ist, dass man zeitlich natürlich sehr eingeschränkt ist. Es ist unabdinglich, dass man auch mal zu Zeiten für seine Nebenbeschäftigung etwas tun muss, wenn man eigentlich schlafen sollte. Manchmal zehrt das ganz schön an der Substanz. Aber wie sagt man so schön?

Von nichts – kommt nichts!

Hast Du denn vor dauerhaft Sidepreneur zu bleiben oder kannst Du Dir auch gut vorstellen ganz selbstständig zu werden? Könntest Du nicht von deiner aktuellen Basis wesentlich mehr erreichen, wenn Du Vollzeit an deinen Projekten arbeitest?

Momentan bin ich mit meiner Situation sehr zufrieden, da mein Hauptjob mir auch Freiräume lässt, um mich mit anderen Dingen zu beschäftigen bzw. meine Zeit gut einzuteilen. Sicherlich könnte es sein, dass bei einer Vollzeitbeschäftigung als Unternehmer mehr erreicht wird. Aber momentan sehe ich noch keine Notwendigkeit mich voll darauf zu konzentrieren, weil ich sehr viel, was ich mir für mein Nebengeschäft vornehme, auch umsetzen kann.

Solange die Situation also so bleibt, wie sie momentan ist, werde ich weiter als Sidepreneur tätig sein. Sollte sich daran irgendwann etwas ändern, habe ich kein Problem auch Vollzeit als Unternehmer zu arbeiten. Langfristig sollte das auch das Ziel sein.

Wenn also größere Projekte in der Planung sind, werde ich mir überlegen, wie es weitergeht :-).

Wie sehen deine unternehmerischen Projekte für dieses und nächstes Jahr aus? Baust Du deine Affiliateseiten weiter aus? Stehen neue Affiliateseiten an? Oder vielleicht auch ganz andere Projekte?

Die Planung sieht so aus, dass weitere Affiliateseiten folgen werden. Dabei probiere ich auch andere Methoden aus und variiere den Aufbau ein bisschen. Ich versuche den optimalsten Weg zu finden.

Gleichzeitig ist es natürlich auch wichtig bestehende Seiten zu pflegen. Aus diesem Grund werde ich mich demnächst auch mal umsehen, was auf dem Arbeitsmarkt so für Leute rumlaufen, die mir eventuelle dahingehend ein paar Arbeiten abnehmen könnten. Outsourcing ist eine wichtige Sache. Ich werde ebenfalls versuchen mein System weiter zu optimieren, bzw. die Prozesse zu automatisieren, sodass ich mich auf das wesentliche konzentrieren kann.

Wo siehst Du Dich unternehmerisch in 5 oder 10 Jahren? Oder hast Du für Dich persönlich gar keine genaue unternehmerische Vision?

Ich sehe mich in diesem Zeitraum als erfolgreicher Unternehmer, der mit diversen Unternehmen 6-stellige Gewinne pro Monat einfährt und gleichzeitig als Investor agiert.

Wie stehst Du zu Themen wie dem richtigen Preneur-Mindset, lebenslanges Lernen und Selbstmanagement? Ich meine, gerade Du als Sidepreneur musst doch wahrscheinlich ein sehr diszipliniertes Selbstmanagement haben, um nebenbei noch so viele Projekte zu realisieren?

Ein wichtiger Punkt, den du da ansprichst. Denn natürlich muss ich als Sidepreneur eine gute Disziplin haben um so viele Projekte nebenbei umzusetzen. Allerdings ist es ja auch so, dass es mein Hobby ist – wie ich schon erwähnt habe. Deswegen macht es mir nichts aus auch nach meiner eigentliche Arbeitszeit weiter zu arbeiten.

Ob ich nun Fussball spielen gehe, Fallschirm springe, oder am Computer sitze, ist doch letzten Endes egal. Alles sind Hobbys und jeder teilt seine Zeit so ein, wie er es für richtig hält. Das gute ein meinem Hobby: Ich verdiene nebenbei Geld damit UND habe Spaß daran :-).

Was sind dabei Deine besten “Lifehacks” im Punkto Selbstmanagement, die Dich am meisten weiter gebracht haben?

Erfolg hat 3 Buchstaben – T U N! – Johann Wolfgang Goethe

Hast Du eine Morgenroutine, um gut in den Tag zu starten?

Ich werde meistens gegen 7 oder halb 8 von meinen 2 kleinen Katzen geweckt (und von meiner Freundin :)) und bleibe dann noch in Ruhe 15-20 Minuten im Bett liegen und werde wach. Danach gehe ich ins Bad, mache mich frisch. Anschließend füttere ich meine beiden Katzen und setze mich kurz an meinen PC und logge mich in mein Amazon Partneraccount ein, um zu überprüfen, wie viel ich denn den Tag vorher ZUSÄTZLICH verdient habe. Danach fahre ich auf Arbeit und habe gute Laune :).

Man sagt ja immer, man darf oder muss sogar als Unternehmer viele Fehler machen, um daraus zu lernen und besser zu werden. Was waren im Nachhinein Deine zwei drei wichtigsten Fehler, die Dich als Preneur weiter gebracht haben?

Für mich gibt es keine “wichtigsten” Fehler. Alle Fehler sind wichtig und vor allem ist es wichtig so viele Fehler wie möglich, in der kürzesten Zeit wie möglich zu machen. Nur so wird man auch so schnell wie möglich erfolgreicher :D.

Oftmals sind das in meiner Branche Fehler im Aufbau einer Nischenseite, die ich erst im Nachhinein sehe. Auf der nächsten Seite mache ich diese dann eben einfach besser.

Was sind Deiner Meinung nach die drei wichtigsten Eigenschaften als Preneur, um egal mit welchen Projekten erfolgreich zu werden?

  1. WILLE
  2. DURCHSETZUNGSVERMÖGEN
  3. DURCHHALTEVERMÖGEN

Hast Du ein Leitmotiv, Glaubenssätze oder Zitat nach dem Du lebst oder arbeitest?

If you don’t live for something, you’ll die for nothing!

kein Plan wer das gesagt hat…Genau das steht auch auf meinem rechten Oberarm!

Thema Weiterbildung. Wie bildest Du Dich als Preneur weiter? Belegst Du Seminare? Guckst Du online Videos oder liest spezielle Blogs oder liest Du viele Bücher?

Sowohl als auch. Ich mache von allem ein bisschen. Wenn ich gute Seminare sehe, dann nehme ich gerne teil. Ich denke es ist sehr wichtig nicht auf der Stelle zu treten, sondern auch mal andere Blickwinkel zu betrachten und andere Meinungen einzuholen. So wird man offener für neues und verliert nicht den Fokus.

Dabei helfen mir natürlich auch Blogs. Bücher lese ich auch ab und zu, aber nur relativ selten. Ich sitze dann lieber vor dem PC und lese mir gute Artikel durch oder schaue mir Video Kurse an. Auf YouTube findet man heutzutage sooooooo viele sehr hochwertige Informationen kostenlos. Es lohnt sich wirklich da mal durchzuschauen.Wichtig ist einfach, dass man mit der Zeit geht. Immer offen für neues und trotzdem nicht den Fokus verlieren!

Was sind Deine Top 3 Bücher, die Du jedem Preneur ans Herz legen würdest?

Der Weg zur finanziellen Freiheit – Bodo Schäfer

Die Gesetze der Gewinner – Bodo Schäfer

Denke nach und werde reich – Napoleon Hill

Vielen Dank Florian für das sehr nette und informative Interview. Gibt es noch einen letzten Tipp von Preneur zu Preneur, den Du uns allen mit auf den Weg geben möchtest?

Macht das was euch Spaß macht und lasst euch von niemandem ausreden, dass es nicht richtig ist und ihr werdet langfristig damit Erfolg haben.

Vielen Dank auch für das Interview und ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen ein paar interessante Ansichten mit auf den Weg geben.

Tschüüüüüüü

 

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