Jeder angehende Unternehmer muss sich neben der Gewerbeanmeldung auch beim Finanzamt offiziell als Gewerbebetreibender anmelden, damit Steuern ordnungsgemäß abgeführt oder erstattet werden können. Hierfür muss man den sogenannten Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen und an sein zuständiges Finanzamt schicken. Da an einigen Stellen des Formulares immer wieder Fragen auftauchen, haben wir für Dich eine Ausfüllhilfe erstellt. Somit solltest Du problemlos in der Lage sein den Fragebogen auszufüllen und Deine unternehmerische Tätigkeit richtig aufnehmen können!


 

Als Preneur ist man vor einigen bürokratischen Schritten in Deutschland leider nicht gefeit. So möchte auch das Finanzamt über alle Selbstständigen, Freiberufler und Unternehmer genauestens Bescheid wissen, um die vorhandenen Unternehmenssteuern, wie z.B. die Umsatz-/Mehrwertsteuer, Einkommenssteuer, Gewerbesteuer oder Lohnsteuer für jeden Unternehmer auf dem Schirm zu haben.

Um sich hierfür beim Finanzamt anzumelden, gibt es den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Diesen solltes Du proaktiv von Dir aus nach deiner Gewerbeanmeldung ausfüllen und an das für Dich zuständige Finanzamt zuschicken. Darüber hinaus wird das Finanzamt sowieso von deiner Gewerbeanmeldung vom Gewerbeamt informiert, so dass Du nach ein paar Wochen auch einen Brief von Deinem Finanzamt erhalten wirst, solltest Du doch es vergessen haben.

Zum Start benötigst Du natürlich erstmal den Fragebogen. Diesen kannst Du Online im Formular-Management System der Bundesverwaltung abrufen und auch direkt am PC ausfüllen und anschließend ausdrucken:

» zum Fragebogen der steuerlichen Erfassung

Nun kannst Du auch direkt mit dem Ausfüllen beginnen. Dabei besteht das Formular derzeit aus 8 Seiten:

Seite 1 – Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

fragebogen-steuerliche-erfassung-seite1Zeile 1: Hier trägst Du das für Dich zuständige Finanzamt ein (z.B. Finanzamt Neukölln). Du weißt nicht welches, Finanzamt für Dich zuständig ist? Kein Problem. Das kannst Du hier unter Angabe Deiner Adresse (Unternehmensadresse) heraus finden.

Zeile 2: Hier musst Du Deine Steuernummer eintragen. Diese darfst Du nicht mit deiner Steuer-Identifikationsnummer verwechseln, welche Du erst in Zeile 12 eintragen musst. Oft sucht man seine Steuernummer vergebens in seinen Unterlagen, da sie nur sehr selten auf Dokumenten kommuniziert wird. Eine Steuernummer bekommt man das erste mal mit der ersten Steuererklärung zugeordnet. Solltest Du also in der Vergangenheit einen Steuerbescheid erhalten haben, dann findest Du dort deine Steuernummer unter Deinem Namen abgebildet. Solltest Du keinen Steuerbescheid finden, dann kannst Du bei Deinem Finanzamt anrufen und nachfragen. Meistens schickt Dir das Finanzamt schnellstmöglich Deine Steuernummer zu.

Zeile 3 + 4: Hier musst Du ankreuzen, ob es sich bei Deiner Tätigkeit um eine selbstständige, gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit handelt (Zeile 3), oder ob Du Dich an einer Personengesellschaft beteiligst. Für die meisten sollte der erste Fall in Frage kommen. Wenn Du mit weiteren Gesellschaftern eine Personengesellschaft wie eine GbR gründest, dann musst Du hier Zeile 4 ankreuzen. Darüber hinaus muss die GbR als solches über ein weiteres Formular angemeldet werden (https://www.formulare-bfinv.de/printout/034251.pdf) und erhält dabei auch eine eigene Steuernummer.

Zeile 5 – 13: Hier werden allgemeine Angaben des steuerpflichtigen Beteiligten, also Dir, eingetragen. Die Zeilen sind alle selbsterklärend bis auf Zeile 12, wo Du deine Steuer-Identifikationsnummer eintragen musst. Eine Steuer-Identifikationsnummer besitzt jeder. So wird jedem mit der Geburt diese Nummer zugewiesen. Im Jahr 2008 wurde diese Nummer einmal an alle Bürger zugeschickt. Solltest Du dieses Schreiben nicht mehr besitzen, so findest Du die Nummer auch auf alten Steuerbescheiden. Anderenfalls kannst Du Dir auch beim Bundeszentralamt für Steuern die Steuer-Identifikationsnummer erneut zuschicken lassen.

Zeile 14 – 20: Solltest Du in einer Ehe oder eingetragenen Partnerschaft leben, dann musst Du hier ebenfalls alle Daten Deiner/Deines Partners/Partnerin eintragen.

Zeile 21 – 24: Hier solltest Du eintragen, wie man Dich erreichen kann. So spart sich das Finanzamt bei Rückfragen viel Zeit, wenn der jeweilige Sachbearbeiter Dich direkt per Telefon oder E-Mail erreichen kann.

Zeile 25 + 26: Trage hier so genau wie möglich ein, welche Art von Tätigkeit Du verrichtest. Betreibst Du z.B. mehrere Webseiten im Internet und verdienst dabei Geld durch Werbeeinblendungen und Affiliate-Einnahmen, dann könntest Du hier z.B. folgende Beschreibung benutzen: „Betrieb von mehreren Webseiten im Internet mit Umsätzen aus Werbe- und Provisionseinnahmen.“

Seite 2 – Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

fragebogen-steuerliche-erfassung-seite2Zeile 27 – 30: Sollen alle Steuererstattungen auf ein Konto überwiesen werden, dann trägst Du hier die Kontoverbindung ein.

Zeile 31 – 39: Hast Du Zeilen 27 – 30 ausgefüllt, dann kannst Du diese Felder durchstreichen oder leer lassen. Möchtest Du aber Erstattungen für Personensteuern (z.B. Einkommenssteuer) und Betriebssteuern (z.B. Umsatz-, Lohnsteuer) auf unterschiedliche Bankkonten überwiesen haben, dann kannst Du hier unterschiedliche Bankverbindungen eintragen und dafür Zeile 27 – 30 leer lassen.

Zeile 40: Sollen Steuerzahlungen per Lastschrifteinzug automatisch eingezogen werden, dann kreuze hier das Feld an und fülle das SEPA-Lastschriftmandat aus und lege es dem Formular bei.

Zeile 41 – 50: Hast Du einen Steuerberater, der Dich bei Deinen unternehmerischen Steuerangelegenheiten unterstützt und berät? Dann kannst Du hier seine Kontaktdaten angeben, damit das Finanzamt bei Rückfragen auch direkt mit deinem Steuerberater sprechen kann.

Seite 3 – Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

fragebogen-steuerliche-erfassung-seite3Zeile 51 – 60: Unter 1.7 „Empfangsbevollmächtigte(r)“ kannst Du eine Person angeben, worüber die komplette steuerrechtliche Kommunikation laufen soll. Hast Du einen Steuerberater, der Deine komplette Post vom Finanzamt erhalten soll, dann kannst Du Zeile 51 ankreuzen solange Du Deinen Steuerberater bereits in Zeilen 41 – 50 aufgeführt hast. Möchtest Du alle Unterlagen vom Finanzamt selber bekommen, da Du keinen Steuerberater hast, dann kannst Du die Zeilen 51 – 60 leer lassen oder durchstreichen.

Zeile 61 – 67: Die Zeilen unter 1.8 „Bisherige persönliche Verhältnisse“ musst Du ausfüllen, wenn Du innerhalb der letzten 12 Monate umgezogen bist (Zeile 61 – 65) und/oder Du oder Dein Lebenspartner innerhalb der letzten 3 Jahre bereits für Zwecke der Einkommenssteuer steuerlich erfasst warst (Zeile 66 + 67).

Solltest Du innerhalb der letzten 12 Monate umgezogen sein, dann gibst Du in den Zeilen 61 bis 65 Deinen alten Wohnsitz an. Solltest Du oder dein Lebenspartner in den letzten Jahren Einkommenssteuer bezahlt haben, weil z.B. Du oder Dein Partner bereits einen Job oder eine selbstständige Tätigkeit ausgeübt hat, dann trägst Du in den Zeilen 66 und 67 das dafür zuständig gewesene Finanzamt und die passende Steuernummer ein.

Zeile 68 – 75: Ab dem Abschnitt 2 geht es jetzt eigentlich erst mit Angaben zu Deiner gewerblichen Tätigkeit los. In den Zeilen 68 bis 75 musst Du dabei die Anschrift Deines Unternehmens aufschreiben. Solltest Du von zu Hause aus deine unternehmerische Tätigkeit ausfüllen, dann trägst Du hier einfach nochmal Deine private Anschrift ein.

Zeile 76 – 78: Auch für Dein Unternehmen musst Du eine Kommunikationsmöglichkeit hinterlegen. Auch hier gilt, solltest Du keine spezielle Telefonnummer oder E-Mail-Adresse haben, dann trage einfach nochmal Deine privaten Daten ein.

Seite 4 – Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

fragebogen-steuerliche-erfassung-seite4Zeile 79: Der Beginn der Tätigkeit ist der Tag an dem Du Dir Deinen Gewerbeschein geholt hast, da Du mit diesem Tag ein laufendes Gewerbe angemeldet hast. Sollte der Tag schon ein paar Wochen zurück liegen, ist das nicht tragisch.

Zeile 80 – 91: Verschiedene Betriebsstätten in mehreren Gemeinden wirst Du wahrscheinlich am Anfang nicht besitzen. Sollte es jedoch der Fall sein, dann musst Du hier in den Zeilen die unterschiedlichen Betriebsstätten auflisten.

Zeile 92: Bei einer normalen Gewerbeanmeldung, wirst Du der örtlichen Industrie- und Handelskammer zugewiesen. So solltest Du automatisch ein paar Tage nach Deiner Gewerbeanmeldung bereits Post von der für Dich zuständigen IHK bekommen haben. Also muss in der Regel dieses Feld mit „ja“ angekreuzt werden.

Zeile 93 – 97: Solltest Du im Handelsregister eingetragen sein, dann musst Du die Zeilen 93 bis 97 ausfüllen. Die meisten neuen Preneure werden nicht im Handelsregister eingetragen sein und können die Zeilen leer lassen bzw. durchstreichen.

Zeile 98 – 106: Unter dem Punkt 2.6 „Gründungsform“ musst Du eintragen, ob es sich bei Deiner unternehmerischen Tätigkeit um eine Neugründung handelt oder um eine Übernahme, Verlegung oder Verschmelzung. Im Normalfall handelt es sich um eine Neugründung, so dass Du in Zeile 98 einfach nochmal das Datum des Tätigkeitsbeginns eintragen musst.

Seite 5 – Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

fragebogen-steuerliche-erfassung-seite5Zeile 107 – 111: Solltest Du innerhalb der letzten 5 Jahre bereits ein anderes Gewerbe betrieben oder einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sein, dann musst Du diese Zeilen ausfüllen.

Zeile 112 – 120: Jetzt wird es spannend. Unter Punkt 3 „Angaben zur Festsetzung der Vorauszahlungen“ sollst Du die erwarteten Einkünfte aller Deiner Einkunfstquellen für das aktuelle Jahr und das Folgejahr auflisten. Auf Basis dieser Zahlen kalkuliert später das Finanzamt, ob und wenn ja wie viel Steuervorauszahlungen Du pro Monat oder Quartal zu leisten hast. Also Achtung! Lieber zu konservativ als zu optimistisch planen, wenn Du nicht schon im laufenden Geschäftsjahr große Steuervorauszahlungen tätigen möchtest.

Zeile 121 – 125: Bei den Angaben zur Gewinnermittlung musst Du die Gewinnermittlungsart ankreuzen nach der Du am Jahresende die Gewinne ermittelst. Hier sollte für fast alle die Einnahmeüberschussrechnung die richtige Gewinnermittlungsart sein. Ein Vorteil einer Personengesellschaft oder eines Einzelunternehmers ist es, keinen aufwendigen Jahresabschluss erstellen zu müssen. Über eine simple Auflistung aller Einnahmen und Ausgaben kann so sehr einfach der Gewinn/Verlust des Jahres bestimmt werden.

Zeile 126: Diese Sonderregelung sollte für über 99% aller Gewerbetreibende völlig irrelevant sein und leer gelassen werden.

Zeile 127 – 129: Wahrscheinlich startest Du Deine unternehmerische Tätigkeit ohne weitere Angestellte. In diesem Fall trägst Du in Zeile 127 bei Anzahl der Mitarbeiter eine 0 ein und lässt den Rest der Felder leer.

Seite 6 – Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

fragebogen-steuerliche-erfassung-seite6Zeile 130 – 133: Diese Zeilen gehören noch zur Lohnsteuererfassung und bleiben auch leer wenn Du in den Zeilen zuvor 0 Mitarbeiter eingetragen hast.

Zeile 134: Mit Punkt 7 beginnt der Abschnitt zur Anmeldung und Abführung der Umsatzsteuer. Beginnend sollst Du in Zeile 134 die Umsätze (nicht Gewinne) für das aktuelle Jahr und das Folgejahr schätzen. Auch hier gilt wieder die Devise lieber zu konservativ zu schätzen.

Zeile 135: Solltest Du kein Unternehmen erworben haben, welches Du nun weiterführst, musst Du hier nein ankreuzen.

Zeile 136 + 137: Hier musst Du Dich entscheiden, ob Du Gebrauch von der sogenannten Kleinunternehmerregelung machen möchtest. Solltest Du im aktuellen Jahr schätzungsweise einen Gesamtumsatz unter 17.500 Euro erzielen, dann kannst Du von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen. Hierbei musst Du in deinen Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen und später abführen. Auf der anderen Seite bist Du aber auch nicht berechtigt, die auf deine Ausgaben gezahlte Umsatzsteuer beim Finanzamt wiederzuholen. Mit dieser Regelung soll die steuerrechtliche Betrachtung von Kleinunternehmen vereinfacht werden.

Wird Dein geplanter Umsatz unter 17.500 Euro liegen und Du möchtest die Kleinunternehmerregelung beanspruchen, dann musst Du in Zeile 136 dein Kreuz setzen. Möchtest Du trotz geringem Umsatz auf die Kleinunternehmerregelung verzichten und steuerrechtlich so behandelt werden wie die Großen, dann musst Du Zeile 137 ankreuzen.

Die Kleinunternehmerregelung kann sinnvoll sein, vor allem wenn Du eigene Produkte produzierst ,welche Du dann in der Zeit der Kleinunternehmerregelung kostengünstiger anbieten kannst, da deine Kunden keine Mehrwertsteuer zahlen müssen. Hast Du aber auch schon ein paar Ausgaben, dann kannst Du Dir jedoch wie erwähnt nicht die bezahlte Mehrwertsteuer wiederholen. Ich bevorzuge den Verzicht der Kleinunternehmerregelung. Aber Achtung! In diesem Fall bist Du monatlich verpflichtet eine Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt zu schicken. Das ist aber sehr unkompliziert und dauert bei wenigen Transaktionen nur ein paar Minuten.

Zeile 138 – 147: Der Absatz zur Organgesellschaft ist wieder ein Spezialfall und sollte für fast alle irrelevant sein und kann somit frei gelassen werden.

Zeile 148: Solltest Du Umsätze erwirtschaften, die nach §4 UStG ganz oder teilweise umsatzsteuerbefreit sind, dann musst Du hier ein Kreuz setzen. Im Normalfall sind aber Umsätze immer umsatzsteuerpflichtig.

Zeile 149: Erzielst Du ganz oder teilweise Umsätze, die nach §12 Abs. 2 UStG nur mit 7% besteuert werden müssen? Dann musst Du das in dieser Zeile angeben!

Zeile 150: Wieder eine Sonderregel für die wenigen Ausnahmen, die einen Forst- und Landwirtschaftsbetrieb führen und der Durchschnittsatzbesteuerung nach §24 Abs. 1 UStG unterliegen.

Seite 7 – Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

fragebogen-steuerliche-erfassung-seite7Zeile 151 – 155: Der Absatz zur Soll-/Istversteuerung ist nochmal sehr wichtig! Hier entscheidest Du nämlich, wann genau die Umsatzsteuer fällig wird. Große Unternehmen mit einem Jahresumsatz über 500.000 Euro müssen nach der sogenannten Sollversteuerung versteuern. Darunter hat man aber noch die Wahlmöglichkeit zwischen Soll- und Istversteuerung.

Aber worin liegt genau der Unterschied?

Bei der Sollversteuerung berechnest Du die Umsatzsteuer nach dem vereinbarten Entgelt. Das heißt in dem Moment, wo Du eine Rechnung an einen Kunden stellst, musst Du die Umsatzsteuer in dem Monat abführen. Hast Du jetzt ein Unternehmen, was seinen Kunden erlaubt mit einem Zahlungsziel zu arbeiten, kann das für Dich sehr gefährlich werden. Solltest Du z.B. in einem Monat ein Nettoumsatz von 10.000 Euro erwirtschaften und darauf 1.900 Euro Umsatzsteuer abführen, aber deine Kunden zahlen die 11.900 Euro Umsatz erst mit einem Zahlungsziel von 60 Tagen, dann musst Du die Umsatzsteuer schon an das Finanzamt abführen obwohl Du das Geld vom Kunden noch gar nicht erhalten hast. Sowas kann vor allem für kleine Unternehmen zu einem richtigen Liquiditätsproblem werden.

Bei der Istversteuerung wird genau diesem Szenario Rechnung getragen und man muss die Umsatzsteuer nicht abführen zu dem Zeitpunkt der Rechnungserstellung, sondern erst, wenn das Entgelt vereinnahmt wurde, sprich, wenn der Kunde das Geld auf Dein Konto überwiesen hat. Solltest Du also die Voraussetzung zur Istversteuerung erfülle,n rate ich Dir auch ganz klar dazu.

Zeile 156 – 158: Im Abschnitt 7.9 geht es um die sogenannte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Diese Nummer wird meist im europäischen Wirtschaftsverkehr benötigt, um sich dadurch international als ordnungsgemäßer Unternehmer ausweisen zu können.

Oft herrscht die falsche Meinung, dass man als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen kann bzw. wenn man als Kleinunternehmer diese Nummer beantragt, dass man dann doch Umsatzsteuer ausweisen muss. Dieses Gerücht ist falsch! Man kann auch als Kleinunternehmer eine Umsatzsteuer-ID beantragen. Dabei ändert sich nichts an der Kleinunternehmerregelung.

Solltest Du also für unternehmerische Geschäfte mit Auslandbezug eine Umsatzsteuer-ID benötigen, dann kannst Du hier Deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen, welche Du dann ein paar Wochen später zugeschickt bekommst.

Zeile 159 – 161: Wieder ein Sonderfall für Unternehmer aus der Bau- und Gebäudereinigungsbranche.

Zeile 162: Die Mini-One-Stop-Shop Besteuerung wird hier genau erklärt: https://www.bzst.de/DE/Steuern_International/Mini_One_Stop_Shop/Mini_One_Stop_Shop_node.html

Zeile 163 – 168: Solltest Du ganz am Anfang angekreuzt haben, dass Du an einer Personengesellschaft beteiligt bist, dann musst Du hier zu dieser Personengesellschaft die nötigen Angaben machen und den geschlossenen Gesellschaftervertrag mit Deinem(n) Mitgesellschafter(n) den Unterlagen beilegen.

Zeile 169: Noch schnell Ort, Datum und Unterschrift drunter …

Seite 8 – Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

fragebogen-steuerliche-erfassung-seite8Zeile 170 – 178: … und die beigefügten Anlagen ankreuzen.

Fertig! 🙂 Alles ausdrucken, Anlagen beilegen und in einem Briefumschlag bei deinem Finanzamt einreichen.

Es gibt bestimmt spannendere Sachen als solch einen Fragebogen auszufüllen, aber es muss gemacht werden. Also am besten direkt ransetzen und diese Aufgabe hinter Dich bringen, damit Du wieder voller Elan an Deiner Geschäftsidee weiter arbeiten kannst!

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9 KOMMENTARE

  1. Na diese Seite hätte ich dich gerne vor 3 Wochen schon gehabt ;D
    Danke für die tolle Schritt für Schritt Aneitung. Ich habe auch fleißig den Antrag ausgefüllt und am Ende via ElsterOnline alles übertragen..da durfte ich dann die gemachte Arbeit nochmal eingeben.

     
  2. Sehr gute Erklärungen, aber ich blicke bei dem Punkt 112-120 noch nicht ganz durch. Mein Ehepartner hat sein Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit und damit führt ja sein Arbeitgeber die Lohnsteuer ab. Muss ich ihn trotzdem hier nochmal angeben? Damit würde ich ja seine Lohnsteuer ein zweites Mal zahlen müssen oder verstehe ich das falsch?

    LG

     
    • Auch Einkommen aus nicht-selbstständiger Arbeit muss dort angegeben werden, um den fehlenden Steuerbetrag zu bestimmen. Im Rahmen der Vorauszahlung muss die Steuer, die bereits über den Arbeitgeber abgeführt wird, nicht erneut bezahlt werden. Habt ihr zusammen eine GbR gegründet?

       
  3. Hallo! Bekommt man eigentlich eine Antwort vom Finanzamt? Oder wird das nur erfasst? Habe den Fragebogen schon vor einem halben Jahr abgegeben und bisher nichts gehört…

     
    • Hi Sandra,

      ja, du solltest ein Schreiben mit der festgelegten Vorauszahlung bekommen. Am besten mal beim Finanzamt nachhaken…

       

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