Erfolgreiche Blogger, Influencer & Co. haben ein großes Netzwerk, das über die Jahre entstanden sind. Sie können dadurch eigene Inhalte gezielt streuen, werden auf neue Trends aufmerksam gemacht und lernen gemeinsam mit ihren Kontakten ständig etwas Neues dazu. Auch in der Start-Up Welt ist Netzwerken ein Erfolgsgarant für den Aufbau einer eigenen Marke.

Natürlich gibt es Firmen, die komplett im Keller ohne Kontakt nach außen entstehen und durch ein geniales Produkt überzeigen. Das ist aber eher die Ausnahme und viele Start-Ups im Silicon Valley, in Berlin und auch in der Provinz setzen sich unter anderem deshalb durch, weil sie ein großes Netzwerk und die damit verbundenen Vorteile haben.


 

Netzwerken wird manchmal als vergeudete Zeit abgetan. Wer Netzwerke aufbaut und pflegt, hat weniger Zeit, die er direkt ins eigene Projekt stecken kann. Es gibt aber viele Gründe, die dafür sprechen, Netzwerken als wichtigen Teil der eigenen Arbeit zu begreifen.

5 Gründe, warum Netzwerken so wichtig ist

1) Reichweite

Wer tausende Follower bei Facebook, Twitter oder Instagram hat, profitiert in vieler Hinsicht. Ein neues Projekt wird von Anfang an viel bekannter. Wertvolles Feedback entsteht durch Austausch in den sozialen Medien und man selbst wird als Experte in einem oder in mehreren Bereichen wahrgenommen und zu Konferenzen oder Vorträgen eingeladen. Das ist einleuchtend, oder?

Tausende Fans kommen aber nicht von selbst. Hierfür muss man selbst aktiv werden und Bloggern, Influencern, Start-Up Gründern und anderen von der eigenen Idee erzählen und selber etwas anbieten, schließlich sollten immer beide Seiten von einem Austausch profitieren.

2) Kunden gewinnen

Wenn Du Kunden gewinnen willst, muss Deine Marke bekannt werden. Das erreichst Du nicht nur durch hohe Marketingbudgets. Netzwerken ist eine günstige Möglichkeit, Dein Projekt bekannt zu machen – egal, ob Du ein Produkt hast oder Dich selbst als Eigenmarke für einen bestimmten Bereich vermarktest. Geh dahin, wo Du die Personen erreichst, die ein Interesse an Deiner Marke haben und mögliche Multiplikatoren sind. Erzähle Ihnen von Deiner Idee und vergiss nicht zu erwähnen, welche Vorteile Du Deinem neuen Kontakt bietest.

3) Erfahrungsaustausch

Das meiste ist in irgendeiner Form schon da gewesen. Deshalb gibt es da draußen Personen, die für Dich nützliche Erfahrungen gesammelt haben. Versuche mit ihnen in Kontakt zu kommen, erzähle von Deinen Erfahrungen und hole wertvolles Feedback ein. Keine Angst, dass Dir irgendjemand eine Idee oder eine Strategie klauen kann. Man muss nicht jedes Detail preisgeben, aber man muss das eigene Konzept nach außen präsentieren und auf den Prüfstand stellen, wenn man erfolgreich werden will.

4) Jobs & Personal

Viele Stellen werden über Vitamin B vergeben, das ist ein alter Hut. Es ist egal, ob Du selbst auf Jobsuche bist, als Freelancer ein neues Projekt suchst oder für Dein eigenes Start-Up Mitarbeiter brauchst. Über Dein Netzwerk kommst Du schneller ans Ziel. Viele Leute sind bereit, sich für Dich einmal umzuhören und ihre eigenen Kontakte spielen zu lassen. Das geht schneller als klassisches Recruiting und kostet nichts. Durch die Empfehlungen hast Du bereits eine Referenz und eine persönliche Bindung, die eine Zusammenarbeit erleichtert.

5) Investoren

Es ist nicht selten, dass erfolgreiche Preneure als Business Angels auftreten. So kannst Du einen potentiellen Investor an der Bar im Rahmen einer Konferenz oder eines Networking Events kennen lernen.

Außerdem kommen hier ebenfalls Empfehlungen durch Deine Kontakte zum Tragen. Die Gefahr ist sehr gering, dass Dein Pitchdeck oder Deine Executive Summary beim potentiellen Investor in einem riesigen Papierstapel verschwindet, wenn der Kontakt über Dein persönliches Netzwerk hergestellt wurde.

5 Tipps, wie Du erfolgreich netzwerkst

Moderne Markenführung heißt: Netzwerke und herrsche!

(Oliver Hermes)

1) Sei Dir klar über Dein Ziel

Suchst Du Investoren für Dein FinTech-StartUp, das Du gerade aufbaust? Suchst Du Multiplikatoren, um Deinen Reiseblog bekannter zu machen? Sei Dir im Klaren, was genau Dein Ziel ist. Wenn Du einfach wahllos netzwerkst, hast Du eine Menge oberflächlicher Kontakte, die Dich aber nicht weiter bringen. Das gegenseitige Interesse wird ohne positive Outcomes schnell verschwinden. Es gibt bessere Wege, seine Zeit zu nutzen. Deshalb: Sei Dir erst über Dein Ziel im Klaren und lege dann mit dem Netzwerken los.

2) Erst geben, dann nehmen

Ganz wichtig. Viele Leute wollen erst etwas vom Gegenüber haben und drehen sich auf der Stelle wieder um, wenn das nicht klappt. Wenn Du einen Kontakt aufbaust – und besonders, wenn Du noch unbekannt bist – wird Dir niemand einfach so etwas geben.

Du bist am Drücker. Beispiel: Du willst einen Blogger kontaktieren mit dem Ziel, dass er sich Dein Start-Up anschaut und darüber berichtet. Falls Du eine Facebook Unternehmensseite hast, mach doch erst einmal von Dir aus auf den Blog aufmerksam und erwähne das in Deiner Kontaktaufnahme. Oder biete ein Thema an, zu dem Du einen Gastbeitrag lieferst. In der Autorenbox kannst Du dann auf Dein Start-Up hinweisen.

Manchmal reicht es schon aus, Deinem Kontakt von einer interessante Idee, die dieser Person weiterhelfen kann, zu erzählen und dadurch den Einstieg zu schaffen.

Dieses Thema habe ich zusätzlich in meinem Artikel über 7 Fallen für das Entrepreneur Mindset aufgegriffen.

3) Vorbereitung

Informiere Dich über Deinen potentiellen neuen Kontakt. Dieses Wissen dient Dir als möglicher Gesprächseinstieg. Es hilft zudem dabei zu erfahren, was Du Deinem Gegenüber anbieten kannst. Außerdem kannst Du so Gemeinsamkeiten herausfinden. Es ist aus der Psychologie bekannt, dass zwei Personen sich sympathischer finden, wenn sie Gemeinsamkeiten entdecken.

4) Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Bleibe am Ball. Häufig zahlen sich Kontakte erst langfristig aus. Vielleicht konntest Du den Business Angel zu Anfang nicht von Deiner Idee überzeugen, hast aber im letzten Jahr große Fortschritte gemacht. Warum nicht ein neuer Versuch?

Um in losem Kontakt zu bleiben sind Geburtstage perfekt geeignet! Führe eine Liste mit Geburtstagen Deiner Kontakte oder schaue täglich in Deine Facebook, Xing und Linked-In Geburtstagliste rein. Neben den Glückwünschen kannst Du bei Bedarf auch eine gezielte Frage in Deinen Geburtstagsgrüße unterbringen, um einen Dialog zu starten und den Kontakt aufzufrischen.

5) Du musst keine Rampensau sein

Netzwerken ist nicht nur etwas für extrovertierte Rampensäue! Die digitalen Medien bieten die perfekte Lösung, wenn Du nicht so gerne auf fremde Menschen zu gehst. Werde bei Facebook & Co. aktiv, starte einen Blog und positioniere Dich im Netz. Es gibt erfolgreiche Preneure mit enormer Reichweise, die sich auf das rein schriftliche Netzwerken fokussieren.

Darüber hinaus kannst Du Dich gezielt auf ein Networking Event vorbereiten. Überlege Dir vorher, wen Du ansprichst. Bereite Fragen vor, die Du im Gespräch stellen kannst. Dadurch musst Du selber gar nicht viel erzählen, sondern kannst Dich mehr aufs Zuhören beschränken. Du musst auch nicht lange auf dem Event bleiben und kannst Dich im Nachhinein selber dafür belohnen, dass Du es durchgezogen hast. Dadurch hast Du einen positiven Anreiz wirklich auf das Event zu gehen. Das Gefühl, sich überwunden zu haben, ist am Ende umso schöner.

 
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Hi, ich bin Eric und einer der beiden Gründer von PRENEUR.DE. Mit PRENEUR.DE will ich dabei helfen, die eigene Gründerpersönlichkeit zu formen und dabei selber eine Menge lernen. Ich selbst bin derzeit als Interim Product Owner selbstständig. Wenn ihr mehr erfahren wollt, schaut unter Über uns nach oder bei ericsalbert.de vorbei.

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