„One more thing …“, mit diesen Worten leitete Steve Jobs als Meister der Inszenierung die Vorstellung einer Neuheit ein. Diese Keynote-Reden sind sogar als Stevenote ein feststehender Begriff geworden. Steve ist ein Visionär gewesen, ohne dessen Einfluss wir vielleicht immer noch Handys mit einer Tastatur und einem Stick bedienen würden. Er verhalf Geräteklassen durch perfektes Design und herausragendem Marketing zum Durchbruch, an denen andere gescheitert sind.

Steve Jobs ist aber auch umstritten. Sein Umgang mit Mitarbeitern galt als extrem und er konnte es kaum ertragen, wenn er seine Meinung nicht durchsetzen konnte. Steve Jobs: Die autorisierte Biographie des Apple-Gründers* von Walter Isaacson ist ein Werk, das in jahrelanger Recherche entstand. Er ist der einzige Biograph, der direkt von Steve Jobs autorisiert wurde und dem Star-Unternehmer dadurch so nah wie kein anderer kam.


 

Das Buch beginnt mit Steves Kindheit und mit dem frühen Schicksalsschlag, dass er von seiner Mutter zur Adoption freigegeben wurde. Er war bereits früh experimentierfreudig und interessierte sich für Elektronik und wuchs im bereits damals bekannten Silicon Valley auf.

Sein Studium brach Steve nach 1 Semester ab, blieb aber an der Uni eingeschrieben. Er belegte verschiedenste Kurse, bekannt wurde seine Teilnahme an einem Kalligraphiekurs. Dort erhielt er die Inspiration für Design und Gestaltung. Für den gestalterischen Perfektionismus sollten seine Produkte später einmal berühmt werden.

Zugleich wurde die Suche nach Spiritualität ein wichtiger Begleiter. Steve reiste mehrere Monate nach Indien, beschäftigte sich mit Buddhismus und Hinduismus. Er ernährte sich eine lange Zeit radikal als Frutarier nur auf Basis von Früchten und Gemüse.

Eine Anekdote besagt, dass er während seines Jobs bei Atari so sehr stank, dass er nur nachts arbeiten durfte. Steve war jedoch überzeugt, dass er sich durch seine extreme Ernährung nicht mehr waschen müsse, weil der Körper sich von selbst reinigt. Hier wird bereits der Hang deutlich, seine Weltsicht und Ideen über sämtliche äußere Einflüsse zu stellen. Eine Einstellung, die zu herausragenden Leistungen führte, aber auch bei seinem Tod eine Rolle gespielt hat.

Die Erfolgsstory begann, als Steve Jobs mit seinem Freund Steve Wozniak die Apple Computer Company in einer Garage gegründet hat.
Der Rest ist Geschichte. Vom gigantische Wachstum von Apple in den ersten Jahren, über seinen Abgang nach einem Führungsstreit, hin zum Wiedereinstieg bei Apple, das er vor dem Untergang rettete und all die legendären Produkteinführungen für den iPod, iTunes, iPhone und viele andere. Nicht zu vergessen die berühmte und inspirierende Stanford Rede, die selbstverständlich auch in dem Buch erwähnt wird. Sein Tod ist durchaus tragisch, denn wahrscheinlich hätte er durch eine weniger radikale Einstellung von Steve verhindert werden können.

Die Biographie ist sehr inspirierend und stellt Steve Jobs mit all seinen Facetten dar, seine exzentrische Seite wird keineswegs ausgeblendet. Isaacson folgt dabei einem sehr mitreißendem Erzählstil, wodurch sich das Buch von Anfang bis zum Ende flüssig und spannend liest. Zusätzlich lässt der Fakt, dass die Biographie von Isaacson die einzig autorisierte ist und sich allein dadurch von anderen abhebt, kaum eine andere Möglichkeit zu, als das Buch als DIE Steve Jobs Biographie zu bezeichnen.

Steve Jobs selbst ist in seiner Exzentrik und seinem radikalen Perfektionismus für die meisten wohl kein Rollenmodell. Aber seine Konsequenz hinsichtlich des eigenen Lebensweg, ohne sich von seinen Visionen abbringen zu lassen, macht ihn dann doch auf eine bestimmte Art und Weise zum Vorbild. Wer sich für Steve Jobs und Unternehmertum im Allgemein interessiert, kann bedenkenlos bei der Kult-Biographie über Steve Jobs zugreifen.

 

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