Bei PRENEUR.DE beschäftigen uns sehr viel damit, welche Mindset Hacks es gibt, um die eigene Unternehmerpersönlichkeit aufzubauen. Dabei gibt es viele nützliche Ideen, um Ziele zu visualisieren, Gewohnheiten und die eigene Persönlichkeit zu formen. Ein weiterer ganz wichtiger Baustein ist das bewusste Training eines positiven Mindsets, um eine „Can Do“ Mentalität zu entwickeln, die die Erfolgreichen von den Erfolglosen unterscheidet.

Damit es aber mit dem Mindset Change dauerhaft etwas wird, musst Du Dir außerdem bewusst sein, welche Feinde wir alle haben, die uns immer wieder herausfordern und uns Fallen stellen, die in alte Denkweisen zurückführen. Wir haben 7 Fallen Deines Unternehmer Mindsets aufgelistet, die Du auf jeden Fall kennen solltest. Wenn Dir bewusst bist, was Dir im Weg steht, kannst Du es viel einfacher besiegen und eliminieren.


 

Manche unserer Mindset Feinde können einmalig besiegt werden, andere sind hinterlistig und tauchen immer wieder auf. Durch das Bewusstmachen, mit was Du es zu tun bekommst, wirst Du besser darin, diese inneren Dämonen unter Kontrolle zu bekommen und ein erfolgreicher Preneur zu werden.

Die Auflistung stammt übrigens aus dem Buch Fü(h)r dich selbst* von Jonathan Sierck (gibt es auch als Hörbuch*), das ich jedem angehenden Preneur empfehlen kann.

1) Der eingeschränkte Glaube

Der eigene Glaube an sich selbst und, was alles möglich ist, bildet die Grundlage unseres Mindsets. Der Glaube beeinflusst die Ziele, die wir uns setzen, und die Gefühle, mit denen wir an die Umsetzung gehen. Beim Glauben geht es dabei nicht um etwas Religiöses, sondern an den Glauben daran, was machbar ist.

Oft hört man Dinge wie „Ich bin nicht gut genug, das kann ich nicht“ oder „Ich bin aber nicht geduldig genug, das wird nichts“ oder „Die da oben haben ganz andere Möglichkeiten, ich muss mein Leben akzeptieren, wie es ist“. Nun gilt Bescheidenheit ja allgemein als eine Tugend. Da ist auch was dran, aber falsche Bescheidenheit, die das eigene Mindset in Ketten legt, hindert Dich daran Deine eigenen Grenzen zu überwinden.

Dein Umfeld macht es nicht unbedingt einfacher. Wer kennt es nicht, dass einem gesagt wird, man kann dieses oder jenes nicht. Es ist eine harte Lernkurve, sich davon nicht mehr beeinflussen zu lassen und an die eigenen Möglichkeiten zu glauben. Aber ein Learning, für das es sich lohnt, an sich zu arbeiten.

Das Einzige, dass passieren kann, ist schließlich, dass Dein Vorhaben schief geht und Du danach etwas anderes ausprobierst. Setz Dir deshalb keine engen Grenzen im Denken. Es ist der erste Schritt, sich bewusst zu werden, wo fehlender Glaube einen lähmt und die Grenzen des eigenen Mindsets und der eigenen Denkweise auszudehnen.

Eine Gemeinsamkeit aller erfolgreichen Menschen ist, dass sie über einen starken Glauben verfügen. Der persönliche Glaube lässt sich trainieren. Diese Falle kann immer wieder zuschnappen, aber wer sich überwindet an sich zu arbeiten und weiterkommt, festigt sein Mindset langfristig.

2) Ungeduld

Ungeduld kennt jeder. Du hast Dich aufgerafft und warst endlich joggen. Allerdings hast Du nur eine kurze Strecke geschafft und konntest auch nach 2 Wochen nicht so richtig Gas geben, wie Du es Dir vorgestellt hast. Vielleicht lässt Du es doch wieder sein, Joggen ist wohl nicht der richtige Sport für Dich? Das ist natürlich Quatsch, aber genau diese Ungeduld und das Hoffen auf ganz schnelle Ergebnisse verhindert den persönlichen Erfolg.

Ungeduld muss man immer wieder bekämpfen, indem man seine Aufgaben immer wieder anpack, auch nach einer Durststrecke. Durch das Visualisieren von Zielen und Visionen und durch andere Mindset Hacks kann man lernen, die Ungeduld in Schach zu halten, indem man sich immer wieder aufs Neue motiviert.

3) Unfairer Austausch

Es gibt Leute, die meinen, dass sie ein Anrecht auf alles haben und erst einmal etwas von Dir haben wollen, bevor sie etwas geben. Dabei spielt die Sorge von anderen verarscht zu werden sicher auch eine große Rolle. Deshalb wollen viele etwas haben, bevor sie etwas geben. Das ist jedoch sehr unrealistisch und in den meisten Situationen profitiert man selbst am meisten, wenn man erst einmal anderen etwas gibt. Lass Dich deshalb nicht von Einzelbeispielen abschrecken. Keine Sorge, das bedeutet nicht, dass Du Dich über den Tisch ziehen lassen musst.

Ein Beispiel: Wenn Du Deinen Blog bekannt machen willst und andere Blogger überzeugen willst, über Dich zu berichten und auf Deine Webseite zu verlinken, kannst Du einfach E-Mails an passende Blogger rausfeuern, in denen steht, wie cool Dein Blog ist und nach einem Link fragen.
Du kannst aber auch selber erst einmal etwas für den anderen Blogger tun. Eine witzige und selbst erstellte Infografik passend zum Thema des anderen Blogs mitschicken oder vorschlagen, dass Du erst einmal einen Gastartikel für den anderen Blog schreibst.

Was glaubst Du, welche Strategie besser funktioniert?

Was im Marketing schon nicht gut funktioniert, hat im Privaten noch viel schlechtere Auswirkungen. Wenn Du aus Gier oder Faulheit unfairen Austausch betreibst, überträgt sich dieses Verhalten auf Dein Mindset. Du wirst übervorsichtig werden und alles um Dich herum skeptisch betrachten. Du wirst ein Kleingeist und verlierst die Offenheit, die nötig ist, um Großes zu vollbringen. Bewahre Dich deshalb davor und überlasse den Unfairen Austausch den ewig zu kurz gekommenen.

4) Unterordnung und Angst

Hierbei geht es um das Erfüllen von Standards und Prioritäten von anderen. Das kann auf gesellschaftlicher Ebene statt finden, indem man das Gefühl hat, etwas tun zu müssen, weil es der gesellschaftlichen Norm entspricht. Familie und persönliches Umfeld spielen ebenfalls hinein.

Weil Freunde oder Familienmitglieder etwas scheiße finden, heißt es nicht, dass Du das auch so sehen und Dein Verhalten danach ausrichten musst. Wenn jemand meint, Du kannst nicht vor einer Gruppe von Menschen sprechen oder Du kannst nicht mit Zahlen umzugehen, bedeutet es nicht, dass Du es nicht einmal Schritt für Schritt auszuprobieren und Deine eigene Erfahrungen sammeln kannst.

Es geht nicht darum, alles zu können, sondern von außen „getriggerte“ Verhaltensweisen, die Dich runterziehen und einem ausgeglichenen Mindset im Weg stehen, zu identifizieren.

Das Schwierige ist es, die Situationen, in denen man nach den Prioritäten anderer handelt, herauszufinden. Du hast vielleicht noch gar nicht das selbstkritische Bewusstsein, um das so genau feststellen zu können. Außerdem ist es für jeden unangenehm oder peinlich, sich selbst so ein Verhalten einzugestehen.

Du solltest dieses Verhalten für Dich selbst zu reflektieren und die Dinge, die Du regelmäßig tust oder nicht tust, entsprechend hinterfragen. Jeder war oder ist von diesem Phänomen schon einmal betroffen gewesen, daher ist es nichts Ungewöhnliches oder Peinliches. Es hilft, Ängste und zugehörige Situationen aufzuschreiben. Arbeite die Liste nach und nach ab und führe eine Handlung aus, die eine dieser Ängste betrifft. Dadurch wird der persönliche Druck durch die Ängste nachlassen oder sogar verschwinden und Du bekommst die Kontrolle über Dein Mindset zurück.

5) Verantwortung auf andere projizieren

Die Erklärung für ein Verhalten ist relativ unwichtig, wichtiger ist, dass wir das Verhalten ändern.

Du bist zu 100% verantwortlich für das, was Du tust. Diese Aussage hinterlässt erst einmal einen schalen Beigeschmack. Schließlich gibt es tatsächlich Situation, in denen wir durch das Verhalten anderer negativ beeinflusst oder mental runtergezogen werden.

Die Verantwortung dafür, dass etwas nicht klappt wie gewünscht, nun bei einer anderen Person zu suchen, bringt Dich aber nicht weiter.

Denn es ändert nichts, außer dass Du nicht weiterkommst auf Deinem Weg und den Ärger über andere Personen mit Dir mitschleppst. Du bist selbst in der Verantwortung, die richtigen Weichen zu stellen oder einen eingeschlagenen Pfad auch wieder zu verlassen, wenn es Deine Ziele unterstützt. Kein anderer wird dir diese Verantwortung und damit auch Deine eigenen Entscheidungen abnehmen.

Diese Mindset Falle ist sehr hinterhältig, denn es fühlt sich richtig an, sich selber als einwandfrei darzustellen und alles, was schief läuft, auf andere zu schieben. Dadurch kann man es sich in der eigenen Komfortzone gemütlich einrichten – und das ist fatal. Denn wenn Du nicht die Verantwortung für Dich selbst übernimmst, wird es keiner tun und Du wirst auf Deinen Weg kein Stück weit nach vorne kommen.

6) An Resultaten der Vergangenheit festhalten

Mal angenommen, Du warst in der Vergangenheit schlecht in der Schule und glaubst deshalb, dass es Dir schwer fällt, Dir neues Wissen anzueignen und zu lernen. Dabei können ganz andere Faktoren und persönliche oder äußerliche Umstände Dich beeinflusst haben. Vielleicht war auch einfach Deine Selbstmotivation noch viel zu gering oder sie hat sich um ganz andere Dinge gekreist.

Es gibt haufenweise Geschichten von erfolgreichen Menschen, die ihren eigenen Weg gegangen sind, ohne dass es in der Vergangenheit danach ausgesehen hat oder viele aus dem persönlichen Umfeld der jeweiligen Person daran geglaubt hätten.

Um das Beispiel mit der Schule wieder aufzunehmen: Ex-Bundeskanzler Schröder ist in der Schule sitzen geblieben und hat klein angefangen. Das Abi konnte er erst Jahre später auf dem zweiten Bildungsweg schaffen und trotzdem hat er es bis zum Bundeskanzler gebracht!

Halte deshalb nicht nicht an Ergebnissen aus der Vergangenheit fest. Die Zukunft ist noch nicht geschrieben. Dinge auszuprobieren ist der einfachste Weg, um persönlich weiterzukommen. Zur Not lässt Du es eben wieder sein, falls es gar nicht klappt. Dann bist Du immerhin um eine weitere Erfahrung reicher.

Es kann helfen, Misserfolge, peinliche Situationen oder andere Dinge, die in der Vergangenheit schief gingen, aufzuschreiben. Frage Dich, was Du daraus lernen kannst und wie Du sogar davon profitieren kannst, indem Dich diese Erfahrungen stärken. Dadurch wirst Du ausgeglichener und die Vergangenheit steht nicht mehr so sehr im Fokus.

7) Prokrastination („Aufschieberitis“)

Diese Falle schnappt immer wieder zu und man muss lernen, diesen Mindset Feind dauerhaft in den Griff zu bekommen und sich ihm immer wieder stellen. Du bist vielleicht total motiviert, mit Sport anzufangen oder Deine Geschäftsidee zu Papier zu bringen. Du kannst Dich aber nicht aufraffen und fängst halt morgen an. Am nächsten Tag schiebst Du es auf nächste Woche und so weiter. Im Internet surfen, etwas Essen, Shoppen gehen oder ein Bier trinken sind ja auch gute Alternativbeschäftigungen!

Gegen Prokrastination helfen (neben anderen Dingen) unsere 11 Tipps, wie Du Deine Ziele erreichen kannst und außerdem das Visualisieren von Zielen und Visionen anhand eines Vision Boards. Eine andere gute Idee ist es, sich Belohnungen und kleine Bestrafungen zu überlegen, um den Arsch endlich zu bewegen.

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